Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

1. G. Anschütz, Deutsches Staatsrecht. 511 
Historiker und Politiker „in Wahrheit wahr“ ist, braucht dies nicht zu sein für die 
taatsrechtliche Betrachtungsweise. Für diese ist und bleibt die Wahrheit: das heutige 
Deutschland, geordnet durch die Reichsverfassung vom 16. April 1871, ist kein Einheits-, 
sondern ein zusammengesetzter Staat vom Typus des Bundesstaates, in dem auch Preußen, 
der „führende“ Einzelstaat, nur ein Glied ist, wie die anderen Glieder, der Reichsgewalt 
untertan, wie die anderen. Nähere Betrachtung (s. den nächsten Paragraphen) hat die 
staatlichen und bündischen Momente im Bilde der Reichsgewalt aufzuweisen und dar— 
zulegen, daß und warum für das Deutsche Reich der Name „Bundesstaat“ die rechts— 
wissenschaftliche zutreffende Bezeichnung ist. 
Außer den 25 Einzelstaaten gehört zum Deutschen Reiche noch das Reichsland 
Elsaß-Lothringen und ein starker Bestand von Kolonien, „Schutzgebieten“. Reichsland 
und Schutzgebiete verkörpern eine Ausnahme von der bundesstaatlichen Regel, daß das 
Bundesgebiet restlos in Einzelstaaten aufgehen soll: diese Länder sind weder Einzel— 
taaten, Glieder des Reichs, noch gehören sie zu solchen; in ihnen herrscht nicht, wie 
sonst allenthalben in Deutschland, neben und unter der Reichsgewalt eine Einzel-(Landes-) 
staatsgewalt, sondern die Reichsgewalt allein, den vollen Raum staatlicher Herrschaft aus— 
füllend (iber die Gemeinsamkeiten, andererseits die Verschiedenheiten von Reichsland und 
Schutzgebieten vgl. unten 8 238, 24). 
Die systematische Darstellung des deutschen Staatsrechts hat anzuheben mit dem 
Hauptstück der politischen Organisation Deutschlands, mit der deutschen Zentralgewalt, 
der Reichsgewalt. 
Erstes Kapitel. 
Vom Wesen und Inhalt der Reichsgewalt. 
8 10. 1. Die rechtliche Natur des Reiches!. 
Wer die hiermit aufgeworfene Frage beantworten will, wird vor allem nach den 
Absichten derjenigen forschen müssen, welche 1866/67 den Norddeutschen Bund gegründet 
und ihn 1870/71 zum Reiche erweitert haben?. Diesen Absichten hat im verfassungs— 
»eratenden Reichsstage von 1867 Miquel jenen bereits erwähnten, starken und über— 
zeugenden Ausdruck gegeben: man sei am Werke, „einen neuen Staat zu gründen, 
diesem Staate eine Verfassung zu geben und dieser Verfassung sich dann zu unterwerfen“. 
. .. „Wir wollen einen wahren Staat gründen, der, wenn es irgend tunlich ist, 
alle Aufgaben erfüllen kann und erfüllen soll, welche ein Staat sich stellen muß.“ Diese 
Worte, denen niemand widersprach, haben den Inhalt der Gründungsabsichten unwider— 
eglich Vichtig gekennzeichnet. Und die Absichten sind in die Wirklichkeit umgesetzt, sie 
sind erreicht worden. Der Norddeutsche Bund war ein Gemeinwesen von staatlicher 
Natur, er war ein Staat. Nach dem 1. Juli 1867 zerfiel Deutschland in einen 
die Länder nördlich des Mains umfassenden Gesamtstaat, eben den Norddeutschen Bund, 
und die vier souverän gebliebenen sfüddeutschen Staaten. Von dem Boden der bloß 
oölkerrechtlichen Verträge, welche zwischen dem Norddeutschen Bunde und den Südstaaten 
errichtet wurden, ist man dann — nach der erklärten Absicht der Kontrahenten der 
NRovemberverträge, vgl. die oben S. 508 erwähnte Erklärung der bayerischen Regierung — 
Aus der reichhaltigen Literatur: Laband, Staatsr. J S1uff.; Haenel, Staatsr. J, Buch 2, 
and Studien zum Deutsch Staatsr. Bd. J, erfte Studie; G. Meher, Stagtsr. 188 ff.; Zorn, 
Staatsr. J 61ff.; H. Schulze, Lehrbuch des Deutsch. Staatsrechts 88 26, 245; v. Seydel, Kom— 
mentar zur Reichsverfassung S. 1ff.; v. Tretitschke, Politik 88 21, 22; Kloeppel, Verfassungs- 
geschichte Bb. J.S. 176ff. Loening, Grundzüge der Verfass. d. Deutsch. Reichs S. 18ff. 
2 UÜber die Anfichten und Absichten Bismarcks: Anschütz, Bismarck und die Reichs— 
gerfafsung (1899); Rofin, Grundzüge einer allgemeinen Staatslehte nach den polit. Reden .., des 
Fürsten Bismarck (1898); uge Otto'v. Bismarck. Reden und Aussprüche zur Deutschen 
—
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.