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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

622 IV. Offentliches Recht. 
sondern als Gesetze des betreffenden Landes: in Sachsen als sächsische, in Baden als 
badische u. s. w. kurz, als übereinstimmendes Landesrecht, aber mit Reichs— 
gesetzeskraft, d. h. unter Aufhebung der Befugnis der Landesgesetzgebung, dies 
Landesrecht zu ändern. Damit war aber' eben das bewirkt, was das Wesen der Aus— 
schließlichkeit einer Gesetzgebungskompetenz des Reiches ausmacht (s. oben S. 597): 
die Verneinung des Rechts der Einzelstaaten, fich auf dem betreffenden Gebiete in irgend 
einer Art gesetzgeberisch zu äußern. Es war durch Art. 61. R. V. mit einem Schlage materielle 
Rechtseinheit des Militärwesens hergestellt: eine provisorische Rechtseinheit, welche als⸗ 
dald vom Reiche pflichtmäßig (vgl. Art. 61 Abf. 2) durch eine definitive, durch eine 
Kodifikation des Militärrechts von Reichs wegen ersetzt werden soll. Letzterer Pflicht ist 
denn auch in der Folge genügt worden. Zwaͤr nicht durch den Erlaß eines einzigen, 
„umfassenden Reichsmilitärgesetzes“ im Sinne von Art,61 Abs. 2, sondern stuͤckweise, 
durch eine lange Reihe von Einzelgesetzen, welche, anhebend mit dem norddeutschen 
Bundesgesetz betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienst, vom 9. November 1867, vor⸗ 
läufig abschließend mit der Militärstrafgerichtsordnung vom 1. Dezember 1898, die in den 
Jahren 1867 und 1871 auf ganz Deutschland ausgedehnte ällere preußische Militär— 
gesetzgebung nunmehr bis auf unbedeutende Reste durch neues gemeines Recht ersetzt, 
damit jenes Provisorium aufgehoben und in vden Bereich der Militärrechtseinheit auch 
Bayern einbezogen hat, welches kraft seines Sonderrechts (III 8 5, zu Ides Versailler 
Vertrags vom 28. November 1870) zwar von der Einführung der preußischen Gesetze, also 
von der provisorischen, nicht aber von der definitiven Rechtseinheit dispensiert worden war. 
Das Einspruchsrecht (Veto) Preußens im Bundesrate gegen Gesetzentwürfe, welche 
eine Abänderung der bestehenden Heereseinrichtungen bewirken. wutde bereits oben 
S. 544 erwähnt. 
Mit der Gesetzgebungshoheit steht dem Reiche auch das Rechtsverordnungs- 
recht (oben 8 40 S. 608, 604) in Militärsachen ausschließlich zu. Nur auf Gruͤnd 
reich s gesetzlicher Ermächtigung können daher Reichs- wie Landesorgane die Befugnis 
zum Erlaß von Rechtsverordnungen über Gegenstände des Heereswesens erlangen. 
Nicht das gleiche, d. h. die ausschließliche Reichszustuͤndigkeit, gilt für die mili— 
tärischen Verwaltungs verordnungen. Wie oben 8 20 S. 608 ff. dargelegt, ist das 
Recht, Verwaltungsverordnungen zu erlassen, als solches nicht Ausfluß der geseßgebenden, 
sondern der vollziehenden Gewalt; es ist das Amt dessen, dem die Exekutive zusteht. Da 
nun auf dem Gebiete des Heereswesens, abweichend von dem der Kriegsmarine, eine 
allgemeine und grundsätzliche Ubertragung nicht nur der Legislative, sondern auch noch 
der Exekutive auf das Reich nicht stattgefunden hat, da mit dem Reichskanzler (. die 
Denkschrift, veröffentlicht im Arch. f. öff. R. IV 136 ff.) auch heute noch „davon aus— 
zugehen ist, daß die Reichsverfassung ... die Militärhoheit der Einzelstaaten nicht beseitigt 
und denselben insbesondere die Verwaltung der Militärangelegenheiten belassen hat“, so 
folgt, daß auch das Verwaltungs perordnun gsreht, als ein integrierender Bestandteil 
der Verwaltungshoheit, grundsätzlich Landes sache geblieben und Reichssache nur insoweit 
geworden ist, als dieses aus besonderen Bestimmungen der Reichsverfassung oder der 
Reichsgesetze sich ergibt (. Seydel, Komm. S. 860; Anschütz, Gesetzgeb. Gewalt 
S. 85, 86). Solche Bestimmungen sind nun freilich in reichem Maße vochanden, und 
ist auch sonst Vorforge getroffen, daß durch die Handhabung der kontingentsherrlichen 
Verordnungsgewalt eine partikularistische Zersplitterung der Verwaltungsordnung des 
Heeres nicht eintreten kann (R.V. Art. 68 Abs. 5; s. unten 7). 
c) Zunächst steht der Reichsgewalt das Recht, Ausführungsverordnungen 
zu ihren Gesetzen zu erlassen, wie überhaupt (R. V. Art. 7Rr. 2, vgl. oben S 606), 
so auch hier, im Bereiche des Heereswesens zu. Die meisten Reichsmilitärgesetze (z. B. 
8 71 R. Mil. Gef. v 2. Ma 1874, 886 Wehrpflicht G. d. 11. Febr. 1888, 3 Ges. 
betr. d. Ersatzverteilung d 26. Mal 1808) ermächtigen unter Ausschaltung der generellen 
Zuständigkeit des Bundeésrates (Art. 7 Nr. 2 R.V.) den Kaiser zum Erlaß der Aus— 
führungsbestimmungen“* — 
6) Die nicht in den Rahmen des Art.7 Nr. 2 R. V. fallenden, weil nicht zum Voll—
	        

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