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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

thumbs: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896406157
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242028
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
S. 926 - 1811
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfzehnter Titel. Gemeinschaft / Erläutert von Dr. Karl Kober
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

418 Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfafsung der Volkswirtschaft. 
Früher als er kommt der größere Herden- und Grundbesitzer so weit; die 
römische und die englische Grundaristokratie haben, wie uns geistreiche Historiker gezeigt, 
wesentlich durch vergrößerte Viehzucht und den Verkauf von Wolle und Vieh ihren 
Wohlstand begründet. Auch die mitteleuropäischen Grundherren des Mittelalters, die 
Klöster und Bischöfe begannen schon seit den Tagen Karls d. Gr., einzelne Produkte, 
an denen sie Überschuß hatten, zu versilbern; aber doch erst in den späteren Zeiten der 
Geldwirtschaft wurde der Großgrundbesitzer eigentlicher Kornz-, Woll- und Viehproduzent, 
mit kaufmännischem, ja teilweise spekulativem Charakter. So die römische Aristokratie 
in der letzten Zeit der Republik und den ersten Jahrhunderten des Principats. Es 
waren Gruͤndbesitzer, die zugleich Kaufleute, Feldherren, Verwalter von Staatsämtern, 
Pächter von Steuern waren, in der Herrschaft über unterworfene Lande zu befehlen und 
Geschäfte in großem Stil zu treiben gelernt hatten, die Hunderte und Tausende von 
Sklaven besaßen, und zwar teilweise technisch Hochstehende. Damit waren sie befähigt, 
zroße Unternehmer zu werden, ihren Landbau, ihre Bergwerke, ihre Fabriken und den 
Handel unter Anwendung großer Kapitalien und technischer Fortschritte, mit Hülfe 
shrer wohlgegliederten und disciplinierten Sklaven, ihrer familia urbana und rustica 
zum höchsten Ertrag und Gewinn zu bringen. In den neueren Zeiten haben die 
Europäer in ihren Kolonien mit Sklaven eine ähnliche Plantagen- und Unternehmer— 
wirtschaft organisiert. In Europa ist die ältere Grundherrschaft nie zur eigentlichen 
Unternehmung geworden; wohl aber haben die Gutsbesitzer Englands, Ostdeutschlands, 
Rußlands vom 16. Jahrhundert an solches erstrebt; die englischen gleich mit freien 
Arbeitern, die mitteleuropäischen mit erbunterthänigen, teilweise mit Bauern, die auf 
erblicher oder nicht erblicher Hufe saßen. Das Gutsland ist vergrößert, meist aus dem 
Gemenge gezogen, mit dem Vieh, den Hand- und Spanndiensten der Bauern wurde 
eine Art Großbetrieb vom Gutsbesitzer organisiert, der viel mehr den Markt als die Ver— 
lorgung der gutsherrlichen Familie oder die Lokalverwaltung im Auge hat. Knapp 
fieht deshalb hier den Anfang des kapitalistischen Betriebes, d. h. der modernen Unter— 
nehmung. Nur war diese gutsherrliche Unternehmung dadurch gehemmt, daß die obern 
Schichten ihrer Arbeiter, die Hufner, einen eigenen Hof hatten, und daß alle Arbeiter 
nur innerhalb fester, gewohnheitsmäßiger oder vom Staate gesetzter Rechtsschranken zu 
Diensten verpflichtet waren. 
Daher beginnt die eigentliche landwirtschaftliche Unternehmung doch erst da, wo 
der größere Besitzer oder Pächter mit freien Arbeitern für den Markt produziert. Die 
Familienwirtschaft der Inhaber, oft auch die einiger Beamten und einer Anzahl noch 
halb in Naturalien bezahlter Arbeiter bleiben zwar in der Regel auf dem Gute und 
mit seinem Betrieb verknüpft; die Arbeiter sinken für den anständigen Landwirt nicht 
zu „Händen“ herab, fie bleiben mehr als in der Stadt Nachbarn und Gemeindegenossen, 
wenn sie nicht bloß für die Bestell- und Erntezeit aus der Fremde kommen. Nicht leicht 
siegen die, rein geschäftsmäßigen Gesichtspunkte so wie in der großstädtischen Fabrik. 
Aber andererseits ist ein solch' moderner Betrieb doch spekulative Unternehmung geworden: 
das Kapital soll sich verzinsen, ein Gewinn erzielt werden; der Buchwert des Grund— 
kapitals äußert seine große Bedeutung, er steigt oder fällt und verhält sich demgemäß 
zünstig oder ungünstig zu der festen Höhe der eingetragenen Hypotheken, der schuldigen 
Zinsen, die herausgewirtschaftet werden sollen. Der technische Fortschritt wird in den 
Dienst der besseren und billigeren Produktion gestellt; die betreffenden Landwirte sind 
die Führer und Träger dieses Fortschrittes und deshalb eben dem Bauer überlegen, bis 
dieser beginnt, ähnliche Wege zu wandeln. Am deutlichsten tritt dieses hervor bei den 
großen Pächtern; sie sind als Nichtgrundbesitzer keine Aristokraten mit dem sicheren 
Gefühl des Rentenbezuges, sondern ganz Geschäftsleute, die erwerben wollen. 
Die kleineren Pächter dagegen produzieren wie die Bauern und Kleinstellenbesitzer 
überwiegend für die eigene Wirtschaft; ihre Landwirtschaft bleibt vieliach mehr Anhängsel 
der Haus- und Familienwirtschaft als Unternehmung. 
139. Das Handwerk. Ist so die Ausbildung landwirtschaftlicher Unter— 
nehmungen ein sehr langsam sich vollziehender Prozeß, sind heute noch fast alle land—
	        

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Begriff. Psychologische Und Sittliche Grundlage. Literatur Und Methode. Land, Leute Und Technik. Die Gesellschaftliche Verfassung Der Volkswirtschaft. Duncker & Humblot, 1901.
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