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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896406157
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242028
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
S. 926 - 1811
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Neunzehnter Titel. Vergleich / Erläutert von Dr. Karl Kober
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Dritter Titel. Miete. Pacht / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Vierter Titel. Leihe / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Fünfter Titel. Darlehen / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Sechster Titel. Dienstvertrag / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Siebenter Titel. Werkvertrag / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Achter Titel. Mäklervertrag / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Neunter Titel. Auslobung / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Zehnter Titel. Auftrag / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Elfter Titel. Geschäftsführung ohne Auftrag / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Zwölfter Titel. Verwahrung / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Dreizehnter Titel. Einbringung von Sachen bei Gastwirten / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Vierzehnter Titel. Gesellschaft / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Fünfzehnter Titel. Gemeinschaft / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Sechzehnter Titel. Leibrente/ Erläutert von Dr.Th. Engelmann
  • Siebzehnter Titel. Spiel. Wette / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Achtzehnter Titel. Bürgschaft / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Neunzehnter Titel. Vergleich / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Zwanziger Titel. Schuldversprechen. Schuldanerkenntnis / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Einundzwanzigster Titel. Anweisung / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Zweiundzwanzigster Titel. Schuldverschreibung auf den Inhaber / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Dreiundzwanzigster Titel. Vorlegung von Sachen / Erläutert von Dr. Karl Kober
  • Vierundzwanzigster Titel. Ungerechtfertigte Bereicherung / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Fünfundzwanzigster Titel. Unerlaubte Handlungen / Erläutert von Dr. Th. Engelmann
  • Index

Full text

1439 
'Mäubiger8.) „Ungemwiß“ ijt demnadh auch, was nur die Varteien nicht wiffen 
‚vgl. die oben angeführte ROCS.).- en , , 
8 muß {ich aber immer um eine Ungewißbeit beider Teile handeln. 
Viegt nur auf einer Seite eine Ungewißbeit vor, fo Können die Örundfäße 
über Anfechtung wegen Irrtums oder argliltiger Täufgdung zur 
Anwendung fommen (vol. aber auch RORN.-Komm. Bem. 2). , 
Ueber den Einfluß eines bereit8 vorliegenden rechtSiräftigen Urteils 
|. unten Bem. IV, c und B, ML, 2. 
4, Die Beilegung muß im Wege gegenfeitigen NadhgebensS erfolgen (WNietlh 
a. a. OD. dagegen hält diefes Moment nicht für wefentlich). | 
a) Diejer Ausdruck foll nicht im juriftifgH-tehnifchen Sinne, Jondern nach dem 
Spradhgebrauche des Schen3 aufgefaßt werden, Val. bien %. IL, 
525, R®. in Sur. Wichr, 1903 Beil. S. 100, Gruchot, Beitr. Bd. 49 S. 106 ff. 
Recht 1904. S. 576, NOS, DENE 1908 Mr. 1961. Das NMacdhgeben einer 
Partei fan dabei ganz geringfügig Jein (3. B. Nachlaß einer verjährten 
Forderung als Nachgeben, 1. RG. a. a. D.); jedes Opfer, das eine Partei 
zuf fich nimmt, genügt NOGE. Yur. Wichr. 1910 S. 280 Nr. 3). 
Das gegenfeitige Zugeftändnis kann nicht bloß darin beiteben, daß der An- 
ipruch teilmeife befriebigt oder aufgegeben oder teilweife al8 beftehend 
der nicht beftehend anerkannt wird, fondern auch darin, daß er ganz De: 
'riebigt bzw. aufgegeben oder durchaus als beftebhend oder nicht beftehend 
ınerfannt wird und von der anderen Vartei eine Gegenleiftung anderer 
Art gemacht oder verfprochen wird. Vgl. Windfheid-Kipp a. a. D., Seuff. 
Arch. Bd. 36 Nr. 38 und NOS, Recht 1907 S. 1463. Diefe Gegenleiftung 
rann einen fo verfchiedenen Inhalt haben, wie jede andere Bermögend- 
Teiftung. So Kann 3. B. im Sinne diejer Erledigung auch eine gon8 
ındere Sache al8 jene, um welche fich der Streit dreht, dem anderen 
EA überlafien werden (vgl. Seuff. Arch. Bd. 35 Nr. 119, Bl. f. AU. 
Bd. 44 S. 182, NROGSG. Bd. 1 S. 226 und ROSS. in Iur. Wichr. 1901 
S. 138) oder e5 kann ein ganz anderes Forderungsrecht begründet werden; 
a8 Nachgeben kann ferner auch in Nebernabme von Roften beftehen. 
Wird dagegen nur von dem einen und nicht auch von dem anderen Teile 
ein Augeltändnis gemacht, fo liegt fein Bergleich vor, fondern entweder 
sin einjaches Änerkenntniz oder ein Verziht G. B. Erlaß einer Forderung) 
wer e8 kann auch eine verltecte) Schenkung gegeben fein (vgl. Ken Hart: 
mann im Archiv f. d. zivilift. Praxis Bo. 85 S. 38 ff), auch NOS, Hecht 
[907 Mr. 3638), Bad. Yılpr. 1908 S, 165 (Karlsruhe), Seuff. Arch. Bd. 62 
Nr. 265 (München). , , 
Hiezu gehören inshefondere auch jene alltäglichen Hölle, in denen der 
Schulduer dem anderen Teil ich als Bittender nähert und einfeitig Stun 
dung, Ratenzahlungen oder fonitige VBergünftigungen durdhzufeben weiß, 
ohne daß ein Nachgeben feinerfeitzZ in irgendeiner Kichtung vorliegt (fo mit 
echt Hedemann a. a. DO. S. 67, Vertmann, Der Vergleich S. 286; a, M. 
Dernhurg, Bürger. N. II, 2 S. 110, Gaupp-Stein Anm. 6 zu S 794 3RO. 
Wenn aber der unfichere Schuldner die SHorderung anerkannt und 
urfundlich zu zahlen fich verpflichtet, was fonft erit umftändlih einzukflagen 
müre, fo fann hierin die Gewährung eines Morteils von jeite des Schuldner2 
liegen (vgl. Jur. Wichr. 1910 S. 280 Nr. 3 und RON.-Komm, Bem. 4). 
Ueber die Frage, ob Stundung binjkichtlih der Nofjten ein Nacdhgeben 
Zedeutet, vgl. Yijpr. dD. DLG. (Dresden) Bd. 13 S. 253. 
5. Der Begriff des VBergleih3 wird dadurch nicht ausgefchloffen, daß derjenige, der 
darin eine ‚Bahlung verfpricht, feine rechtliche Berpflihtung hiezu beitreitet und die Ge- 
mährung ausdrücklich al8 einen Liberalitätsakt bezeichnet, bal. ROC. in Gruchot, Beitr. 
Bd. 49 S. 106, Seuff. Urch. Bb. 60 S. 275, Recht 1908 Mr. 2663 (Karlsruhe); vol. aber 
auch oben YBem. I, 4, c. 
IL. Wefen des BergleichS:; 
L. Im Grunde läßt fih der BergleihH in zwei Teile zerlegen (vgl. B. a. a. O.); 
a) der obligatorifjdhe Beftandteil — diefer ift in allen Rüllen gegeben; 
b) das objeftiu wirkende Gefchäft. Diefes it nichts Cinheitlidhes, jondern 
nach den Umftänden verfchieden (Anerkennung, Verzicht, Stundung 2C.). 
Regelmäßig fMlıeßen beide Teile in derfelben Mechtshandlung zufammen, 3. B. 
Ubtretung einer Forderung in dem Vertrag über den Kauf der Forderung, die Ueber 
ragung Des EigentumS an einer beweglidhen Sache beim NO Gier dagegen ift 
jer oblinatoriiche Beitandteil de8 Vergleichs nur Kaufalgefhätt für die gegen- 
N 
A
	        

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Wohlfahrtzentrale Der Stadt Barmen. Kunstanstalt F. Josephson, 1917.
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