Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Entwicklung der Weißgerberei

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

125 
sich, und das ist besonders wichtig für die richtige Beurteilung der 
Weißgerberei, daß die drei Zweige Weiß, Rot, Sämisch eine verhältnis 
mäßig gleichmäßige Verteilung des Konsums untereinander vorgenommen 
hatten; Rot lieferte viele schwere Leder langsamer Herstellungsart. 
Sämisch lieferte Waschleder hauptsächlich für Kleidungsstücke, und Weiß 
fertigte seine weiße Leder, Geschirr- und Riemenleder, endlich die billigen 
Leder schneller Produktion. 
Um die Wende des 18. Jahrhunderts noch stehen diese Methoden 
ziemlich gleichwertig nebeneinander, aber schon ward der gestiegene 
Handschuhkonsum großenteils von der neu eingetretenen Glacegerberei 
befriedigt, und schon um diese Zeit treten Spezialitäten auf, wie das 
helle lohgare Bautzener Leder Z, das glacegare Brüsseler Leder 1 2 ), oder 
auch Kombinationen, wie das alaun-lohgare Dänische Leder 3 * ); sie werden 
teilweise zu Handschuhen verwendet *), daneben sind aber immer noch 
gewöhnliche weißgare Handschuhe, gelbe Handschuhe aus Sämischleder 
und couleurte Handschuhe aus gewöhnlichem alaungarem Leder 5 ) im Ge 
brauch; sie sind also schon Konkurrenten der Glacegerberei, und ge 
meinsam mit dieser treten sie in Wettbewerb gegen Weiß und Sämisch. 
Die großen Bewegungen um die Wende des 18. Jahrhunderts 
veranlassen den Übergang von der Lohgerbung zur Brühengerbung, 
und damit erwirbt sich die vegetabilische Gerbung eine Eigenschaft der 
Weißgerberei, welche ihr bisher gefehlt hatte, nämlich die kurze Dauer 
des Gerbeverfahrens. Wieder ist es der Krieg, welcher einen rapid 
gestiegenen Verbrauch bedingt, aber jetzt ist es die Brühengerbung, 
welche, ihre Leistungsfähigkeit in bezug auf prompte Lieferungszeit und 
gute Qualität beweisend, der Weißgerberei den Wind aus den Segeln 
nimmt. Die napoleonischen Kriege in den ersten beiden Jahrzehnten 
des 19. Jahrhunderts vermehrten z. B. in Würzburg die Zahl der 
Rotgerbereien auf das Doppelte, die Menge der Produktion auf das 
Vierfache ®). Den Übergang zur kapitalistischen Produktionsweise mit 
der Möglichkeit schnellen Kapitalumschlags hatte also die Lohgerbung 
vollzogen und sich damit zum alleinigen Herrn des großen Feldes ge 
macht, welches sie bisher mit der Weißgerberei hatte teilen müssen; nur 
auf dem Gebiete einiger umfangreicher Spezialitäten, wie Schuhfutter, 
konnte sich weißgares Leder zunächst noch behaupten. 
Ein Versuch zur Einführung der Teergerberei am Anfang des 
18. Jahrhunderts war fehlgeschlagen, und auch die Eisengerbung hat 
bis heute keine dauernden Erfolge erzielt. 
1 ) Hermbstädt 1807, Bd. II, S. 174. 
2 ) Keeß 1820, S. 19, 37. -) Hermbstädt 1807, Bd. II, S. 179. 
4 ) Krünitz 1780, Bd. XXI, S. 460. °) Ebenda. 
8 ) Würzburg 1818-1819, 30. Jan. 1819.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.