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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

142 
zeigt. Da eine Nomenklatur für diese verschiedenen Typen der Ent 
wicklung nicht existiert, und weil eine bestimmte Bezeichnung für jede 
derselben sowohl zur Vermeidung von Undeutlichkeiten als auch zur 
Vermeidung langer Umschreibungen sich zweckmäßig erweist, so wollen 
wir diese zweite Form der Stampfe (Typ Abbildung Nr. 2) den 
„Hammer im Stuhl" nennen im Gegensatz zur ersten Form (Typ 
Abbildung Nr. 1), welche wir als „Handstampfe" bezeichnet haben. Wir 
haben mit diesem „Hammer im Stuhl" eine neutrale Form gewonnen, 
welche eine verhältnismäßig große Entwicklungsmöglichkeit in sich birgt. 
Ein zweiarmiger Hebel trägt am einen Ende die Stampfkeule, unter 
welch letzterer sich ein Stampftrog befindet. Vergleichen wir mit obiger 
Abbildung irgend eine Beschreibung, wie sie für Bulgarien oder 
Georgien vorliegt: „Eine ziemlich tiefe Steinschüssel wird in die Erde 
gesenkt. In Migrelien macht man solche Schüsseln auch aus Holz. 
Auf 2 Meter Entfernung von der Schüssel sind zwei niedrige Holz 
balken in den Boden gesteckt, deren obere Enden ausgehöhlt sind, so 
daß eine in dieselben gelegte Achse sich bewegen kann. In der Mitte 
dieser Achse befindet sich wiederum ein Holzbalken, dessen eines Ende 
nur wenig über die Achse hinausreicht, während an dem der Stein 
schüssel zugekehrten Ende ein etwa 1 Meter langes Holzstück, welches 
direkt in die Schüssel einfällt, als Stößer angebracht ist. Drückt man 
das hintere Balkenende mit dem Fuße nieder, so hebt sich der ganze 
Balken samt Stößer" J ). In Bulgarien wird die gleiche Vorrichtung 
Ting oder Reismühle genannt 2). Unsere Abbildung unterscheidet sich 
von dieser Beschreibung also wesentlich nur durch die verschiedene Länge 
der Hebelarme. — Nach einem Weistum von Allerheim ans der Mitte 
des 14. Jahrhunderts soll „der mair" „ein fußstampfe" zum gemeinen 
Gebrauch in Bereitschaft halten 3 ), und ein schwäbisches Weistum berichtet 
von der „mühlen, genannt die reismühlen, aus der mühl hat man ge 
macht ein walkmühl den lodern"). Ob der in Bulgarien und im 
schwäbischen Weistum merkwürdigerweise übereinstimmende Namen 
„Reismühle" auf einen Zusammenhang hindeutet, soll hier nicht unter 
*) Gogitschayschwili 1891, S. 55. 2 ) Tarajanz 1867, S. 40. 
a ) ©unser 1903, S. 102. *) ©unser 1904, S. 103.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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