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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

161 
nisse solcher Maschinen war vorhanden, das zeigen eine Menge von 
Vorschlägen, aber man hatte keine Erfahrung gemacht in der maschinen 
mäßigen Behandlung der Haut; man konnte die Maschine nicht in 
wenigen Jahren an den neuen Rohstoff adaptieren, wie dies die Werk 
zeuge in jahrhundertelanger Übung getan hatten. 
Daher sind die ersten diesbezüglichen Erfindungen nichts weiter als 
Entlehnungen aus anderen, fortgeschritteneren Gebieten der Technik, 
welche eben deswegen, weil sie anderen Rohstoffbearbeitungsgebieten 
lediglich entlehnt waren, kein Heimatrecht in der Gerberei erwerben 
tonnten und bald wieder ausgeschieden werden mußten. Hierher ge 
hören z. B. die in der Schweiz vor 1800 benützten Wasserhämmer x ) 
zum Klopfen des Leders, oder Maschinen zum Glätten des Leders, 
oder zum Entfernen des Kalkes, „gewöhnliche Walzen, wie man sie 
zum Plätten der Tabakstengel, zum Strecken des Blechs usw. hat" 2 ); 
die Idee der Spaltmaschinen fällt schon in die Mitte des 18. Jahr 
hunderts^); der Gedanke, durch Spalten aus einer Haut deren zwei 
zu machen, leuchtete natürlich ungemein ein, und so erging auf diesem 
Gebiet eine wahre Flut von Erfindungen; — erst in den letzten 
Dezennien ist es gelungen, für schwere und leichte Häute wirklich brauch 
bare, allerdings auch kostbare Spaltmaschinen herzustellen. Die einzige 
Maschine aus dieser Zeit, welche sich erhalten konnte, ist die Walk 
mühle, die uralte Stampfe, welche in ganz geringfügig modifizierter 
Form in maschinellem Kleide erschien, allerdings nicht mehr benützt 
zum Einarbeiten des Fettes, sondern zum Erweichen und Brechen der 
Häute und Felle; sie konnte sich erhalten; denn sie war die einzige 
str Maschinenbetrieb vorbereitete Einrichtung. 
Die Vorschläge für Maschinen häufen sich in den ersten Jahr 
zehnten des 19. Jahrhunderts, „der wohlfeile Preis der Fabriken be 
ruht auf den mehreren oder mindern Maschinen" 4 ) lesen wir 1807, 
der Pariser Gerber Hr. Vauguelin führt eine Menge Verbesserungen 
ein und sagt: „Die Handarbeit wird durch die Maschinen für die meisten 
Operationen vermindert. Man gebraucht deshalb allerdings eine Dampf 
maschine oder eine andere bewegende Kraft, durch deren Kosten die 
Verminderung der Handarbeit etwas ausgeglichen wird" 5 ), und auf* 
0 Karmarsch 1872, ©. 582. 
2 ) Leuchs 1829, S, 138; Keeß 1829 Bd. I, S. 45-46. 
3 ) Busch 1795, ©.314; Lichienbergs Magazin 1786, Bd. IV, S. 182; Phil. 
Transact. Bd. XXIV, S. 133; Leuchs 1828, S. 138; Ann. d. Arts T. 42, 
S. 203; Neues Magazin der Erfindungen Bd. II, S. 279; Magazi nder Er 
findungen Bd. V, 75, S. 107; Journal für Fabrik. Bd. XIII, S. 125; Krünitz 
Bd. 0VIII, ©. 500; Pelzer 1837, S. 272; Poppe 1816, Suppl., S. 362 und 1806, 
Bd. III, ©. 199; Karmarsch 1872, S. 582.; Almanach 1800, S. 698. 
") Kunz 1807, Inhalt. °) Tumas 1808, S. 692. 
Ebert, Entwicklung der Weißgerberei. 
11
	        

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International Trade. Macmillan, 1927.
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