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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

186 
Einfluß der besprochenen staatlichen Verwaltungsmaßnahmen ohne 
Zweifel schon damals als ein Jndustriebeförderungsmittel betrachtet 
werden muß, nämlich das Zeitungswesen. Es ist schon darauf hin 
gewiesen worden, daß manche kameralistische Schriften die Funktion 
von Fachzeitschriften oder wenigstens von gewerbefördernden Zeitschriften 
übernommen hatten, wenn ihnen auch das wesentlichste Charakteristikum 
der Zeitschrift, nämlich die Periodizität des Erscheinens, gefehlt hatte. 
Neben diesen kameralistischen Zeitschriften, neben der Flut von Techno- 
logieen entstehen nunmehr eine ganze Menge gewerbefördernder Zeitungen, 
so der „Almanach der Fortschritte, neuesten Erfindungen und Entdeckungen 
in Wissenschaften, Künsten, Manufakturen und Handwerken; Erfurt 
1799". Das „Vaterländische Journal zur Wiederbelebung, Beförderung 
und Erweiterung des deutschen Handels, Fabriken und Gewerbe" 1814. 
„Der Anzeiger für Kunst und Gewerbefleiß im Königreich Bayern" 
1815. Schlözers Staatsanzeigen sind nicht unter diesem Gesichtspunkte 
entstanden, enthalten aber auch hin und wieder Notizen über Gewerbe, 
wenn auch selten über gewerbliche Fortschritte, und selbst Zeitschriften 
ganz eng begrenzter Leserkreise werden unter dem Eindruck all der neuen 
Vorgänge geschaffen, um manchmal schon nach wenigen Nummern, meist 
nach wenigen Jahrgängen, wieder einzugehen. Als Beispiel diene hier 
das „Zeitblatt des Wassertrüdinger Kreises" von 1802. 
Das ist eben der Geist, der die ganze Litteratur jener Zeit be 
herrscht, aus möglichst vielen Gegenden möglichst viele Nachrichten über 
gewerbliche Erfolge in möglichst jede Schicht der Bevölkerung, von den 
Leitern des Staates über die Staatsbeamten bis hinunter in die ge 
werbliche Werkstätte zu bringen. 
Und was war der Erfolg dieser großartig organisierten ge 
werblichen Propaganda? Der Freiherr von Meidinger ließ ein Werk 
erscheinen über die vervollkommnete Schnellgerberei Z, er machte einen 
Vorschlag zu einer Alaunlohkombination ^), auf die Bemühungen Pfeiffers 
und Hermbstädts wurde schon hingewiesen. Der Apotheker Schuster in 
Tyrnau schlug eine Gerbung mit Holzessig vor 8 ), der Apotheker Heyder 
in Baltimore beschäftigte sich mit dem gleichen Thema % 1798 und 1799 
machten die Wiener Lederfabrikanten Zirascheck, Loydel, Lipp und Bartel 
Versuche mit der neuen Schnellgerbemethode B ), der Gerber Jos. Watt 
zu Hervil in Sommerset suchte die Zeit der Weißgerberei zu verkürzen"), 
der Weißgerber Main zu Niort in Frankreich erhielt 1809 ein Patent * 7 ), 
die Schnellgerberei wurde 1819 nach einer 8 ) verbesserten Methode vom 
y Anzeiger 1816, S. 457. 
') Keeß 1829, Bd. I, S. 65. 
°) Keeß 1829, Bd. I, S. 71. 
-) Almanach 1799, S. 565; 1804, S. 507. 
4 ) Ebenda. °) Keeß 1810, S. 14. 
7 ) Ebenda. 8 ) Galt. 1824, S. III.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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