Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Entwicklung der Weißgerberei

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

204 
1654—1672 geführten Streit zwangen sie den Gerbern noch das 
Schwarzzurichten der Leder ab. Die Leipziger Schuhmacherinnung hielt 
als Erinnerung an jene alten Zustände noch im 17. Jahrhundert auf 
ihrem Jnnungshause einen eigenen Corduanmachergesellen, welcher den 
Meistern Leder zubereitete Z. 
Emen neuen, wenn auch geringen Aufschwung, erhielt die Corduan- 
macherei durch die Hugenotten, unter welchen auch einige Corduaner, 
d. h. also Feinledergerber mit Sumach und Galläpfeln, sich befanden 2 ). 
So kommt es, daß z. B. im 17. Jahrhundert in Nürnberg „ein Corduan- 
macher, ein Franzose" war, welcher sich natürlich nicht zu den eingesessenen 
Nürnberger Kuderwarern hielt 8 ), da er eine ganz andere Ware produ 
zierte. Trotzdem scheint die Corduanmacherei in Deutschland nicht mehr 
auf die Höhe gekommen zu sein. Justi berichtet 1780, daß eine in Halle 
angelegte Corduanfabrik genugsam gezeigt habe, daß wir den Corduan 
nicht so gut und schön machen können, als dies in der Türkei geschieht 4 * * * ), 
und 1796 war man wieder so weit gekommen, daß man die zubereiteten 
Bockfelle aus der Türkei über Venedig kommen ließ, um sie nur noch 
zu narben, zu glätten und zu färben °). 
Es besitzt also, wie wir gesehen haben, der Corduan für uns einer 
seits die historische Bedeutung, daß unter seinem Namen vielleicht die 
Weißgerberei aus Spanien nach dem übrigen Europa eingeführt wurde, 
andererseits ist er aber auch ein Beispiel dafür, daß eine Methode, 
welche ihren heimatlichen Boden verlassen hat, um in einem artfremden 
Kulturkreis einzudringen, notwendigerweise degeneriert. 
Um also ein Produktionsprinzip gegen den zersetzenden Einfluß 
eines fremden wirtschaftlichen Zustandes zu schützen, um seine Entartung 
zu verhindern, muß die Kultur, welche ein Produktionsprinzip erzeugt 
hat, mit diesem wandern, sie muß sich ausdehnen und kann es dann 
bis an ihre Randzonen vorschieben. Die Ausbreitung solcher wandern 
der Kulturen kann vor sich gehen entweder in mehr friedlicher Form 
oder im Anschluß au kriegerische Vorgänge. 
Das gewöhnliche Agens zur friedlichen Ausbreitung einer Kultur 
bildet der Handel, und dieser mag hauptsächlich das Mittel gewesen 
sein, durch welches zuerst die Phönicier den Griechen die Kenntnis der 
vegetabilischen Gerbung vermittelten") und durch welches vielleicht auch 
die Römer diese Gerbemethode kennen lernten ^). 
0 Geißenberger 1895, S. 172. 
‘j Beheim 1874, S. 63. 3 ) Roth 1800, Bd. III, S. 149; Nürnberg 17. 
4 ) Justi 1780, Bd. II, S. 584. ») Beckmann 1796, S. 289. 
«) Vgl. Hehn 1911, S. 62; Berliner Berichte 1898, Nr. 8, 4. Beilage; 
Speck 1900, Bd. II, S. 269; Marquardt 1882, S. 378. 
Heinzerling 1882, S. 2; vgl. auch Speck 1900, Bd. III, S. 423.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.