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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

296 
daß Bewegungen, wie die Vorschläge der Weißgerber zu Arau, zu 
keinem Ergebnis geführt hatten, daß das Handwerk bereits um die 
Wende des 18. Jahrhunderts und weiterhin in den ersten Dezennien 
des 19. eine empfindliche Schlappe erlitten hatte, wie dies auch die 
oben i) angeführten Statistiken zeigen; vor allen Dingen ersichtlich wird 
dieser Rückgang des ganzen Handwerks der Gerber schon um diese Zeit 
natürlich in den Untersuchungen, welche sich zusammenfassenderer 
Statistiken, als wir sie hier benutzen dürfen, bedienen können; auf 
diese Arbeiten muß daher verwiesen werden ^). Ganz kurz soll hiev 
nur die Tatsache konstatiert werden, daß das Handwerk der Gerber 
seit der Wende des 18. Jahrhunderts fast unbeirrt durch gute Zeiten 
oder durch Krisen eine stets stark sinkende Tendenz aufgewiesen hat, 
derart, daß die Zahlen der Gerbermeister fast immer eine relative, sehr 
oft sogar eine absolute Abnahme zeigen. 
Abschließend für das, was bisher über Handwerk und Lederfabrik 
gesagt wurde, möge ein Gutachten der Uffenheimer Rotgerbermeister 
von 1851 angeführt werden, in welchem ein Konzessionsgesuch ab 
schlägig beschieden wurde; dort heißt es: „Wenn man das Geschäft 
eines Gerbermeisters dahier ohne die zufällige Verbindung mit dem 
Besitz einer nicht unbedeutenden Ökonomie in das Auge faßt, so ergibt 
sich sofort, daß eine Vermehrung der hiesigen Gerberconcessionen von 
Nachteil ist." ... „So gut nun dermalen die noch vorhandenen Gerber 
meister neben ihrem Gewerbe Grundbesitz inne haben, so gut kaun in 
Bälde dieses Verhältnis sich ändern; wo sollen dann die vorhandenen 
Meister einzig und allein auf den Gerberverdienst beschränkt ihren 
Nahrungsstand hernehmen? . . . Die Fabrikerzeugnisse und die Leder 
handlungen wirken zu nachteilig auf die Gerbereien an solchen Plätzen 
wie dahier ein" 8 ). 
§ 28. Die Entwicklung der Fabrik. 
Der Übergang der Manufaktur zur Fabrik ist nach den 
bisherigen Darlegungen eigentlich kein Problem und datiert nicht aus 
einem bestimmten Jahre oder Jahrzehnt. Eine Manufaktur mit 118 Ar 
beitern wie die oben erwähnte Berliner von 1780, welche Walkmühle 
und Lohmühle zu eigen besitzt, welche also den ganzen für das Gewerbe 
bekannten maschinellen Betrieb ihr Eigentum nennt, unterscheidet sich 
von der Fabrik nur noch durch den Mangel einer ausgebildeten Ver- 
l ) Vgl. S. *73 ff. 
s ) Siehe vor allem Schmoller 1870 und dessen umfangreiche Litteraturhinweife; 
des. siehe S. 36, 51, 53, 54, 68, 80, 93,105, 110, 126, 127, 142, 274, 279, 303, 369 ff. 
3 ) Uffenheim 1851.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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