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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

297 
kehrswirtschaft, welche Bedarfsdeckung und Absatz in die Ferne er 
möglicht, und eventuell durch das Fehlen einer systematisch durchgeführten 
Arbeitsteilung, welche sich im Anschluß an den Maschinenbetrieb sehr 
leicht vollzieht. 
Bei der Betrachtung der Betriebsmittel haben wir gesehen, wie 
seit der Wende des 18. Jahrhunderts alle Anstrengungen gemacht werden, 
um eine Mechanisierung aller Prozesse durchzuführen *), und wir haben 
gesehen, daß für Weiß- und Glacegerberei bis heute die Bemühungen 
s. nicht zu einem befriedigenden Resultat geführt haben, weil der Kreis 
der maschinellen Operationen noch nicht geschlossen ist, so daß in der zur 
Durchführung der einzelnen Arbeitsprozesse benötigten Zeitdauer die 
erforderliche Harmonie noch nicht gewonnen wurde -); bei der Betrachtung 
der Gerbstoffe haben wir gesehen, wie sich die vegetabilische Gerbung 
fortwährend verjüngt und modernisiert hat 3 ), während Weiß- und Glace 
gerberei im großen und ganzen noch nach den alten überkommenen 
Stoffen greifen müssen *); bei der Betrachtung der Produktionsprinzipien 
haben wir gesehen, wie sich die vegetabilische, dann die Chromgerbung 
zu hoch entwickelten, kapitalistischen Prozessen durchgebildet haben 6 ), während 
Weiß- und Glacegerberei allen einschlägigen Neuerungen unzugänglich 
geblieben sind. Eine ganze Reihe neuerer Gerbemethoden erzeugen feine 
Ledersorten, sie haben der Weiß- und Glacegerberei einen Teil des 
Absatzfeldes abgegraben 6 ) und haben sich damit große Haut- und Fell 
qualitäten 7 ), welche sonst zu diesen Gerbemethoden abflössen, zugeeignet. 
Daher ist die s a b r i k m ä ß i g e E n t w i ck l u n g der Weißgerberei und 
der Glacegerberei ganz andere Wege gegangen, als dies bei der Lohe- und 
Chromgerberei der Fall ist. Letztere haben sich zu hoch entwickelten 
kapitalistischen Betrieben fortgebildet, während die Glace- und Weiß- 
lederfabriken einen verhältnismäßig kleinen Umfang haben. Die Sämisch 
gerberei aber, welche als reine Produktionsmethode ja schon sehr stark 
zurückgegangen war, lebt in wenigen kleineren Fabriken weiter, in großen 
Werken hat sie sich aber mit der Loh- oder mit der Chromgerbung 
zur Fettgarlederindustrie verbunden. 
Was speziell die gewöhnliche Weißlederindustrie anlangt, so kommt 
diese fast regelmäßig vor in der fabrikmäßigen Fortbildung des neuen 
Rot- und Weißgerbers, welchen wir oben 3 ) kennen gelernt haben; diese 
Betriebe mit 6—8 Gesellen, in welchen also weiße und braune Schaf 
felle erzeugt werden, erweitern sich langsam, es wird eine Entfleisch 
maschine, dann ein Walkfaß, Beizhaspel angeschafft, und schließlich wird 
st Vgl. S. 158 f., 161 f., 164 ff. st Vgl. S. 158 s., 168 s., 172. 
st Vgl. S. 73f., 112f., 125 f. st Vgl. S. 113f., 115. 
st Vgl. S. 118 f., 128 f. st Bgl. S. 120 f. 
st Bgl. S. 19-33. st Vgl. S. 285 sf.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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