r.
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II.
M
L
Aufschlag ....
Herstellungskosten
Verkaufspreis. . .
2,- =
10%
CO
«4H
M
. 200,
40
°/o
8,- =
40 %
««
00
L
. 60,
10
%
8,— =
40%
u
<v
<3>
Aufschlag . .
. 60,— =
10
7«
18,-=
90%
fl
Kosten....
. 300,— =
60
“/o
II
1
O
100%
0
>■
Verkaufspreis.
. 500,- =
100
7»
Die Lohnaufschlage verhalten sich wie 4:25, der Verkaufswert
wie 1:25. Die erste Ware, bei deren Herstellung die Lohnkosten
überwiegen, hat den vierfachen Anteil im Verhältnis zum Ver
kaufspreis zu tragen. Setzt man die Herstellungskosten = 100o/o,
so sind die prozentuellen Anteile von Material, Lohn und Kosten
aufschlag für I: ll,lo/o, 44,4o/o 44 ; 5o/o; für II: 66 2 /s°/o, 16 2 / 3 o/ 0 ,
16 2/3 o/°.
Während die beiden Fälle I und II nach allen drei Methoden
den gleichen Zuschlag und Selbstkostenpreis liefern, ergeben sich im
HI. Fall, obwohl nach den gleichen Grundsätzen berechnet, ver
schiedene Resultate! Wie ist dies zu erklären? In den Fällen I
und II waren die Kostenzuschläge aus den Jahressummen von
Material und Löhnen berechnet, deren Wert Verhältnis 2:1 war. Die
Spezialfälle zeigen dasselbe Wertverhältnis, während im III. Fall
Materialwert und Löhne wie 4:3 stehen.
Daraus ergeben sich die nachstehenden Schlußfolgerungen:
1. Solange das Wertverhältnis zwischen Material und Löhnen
der Einzelprodukte annähernd konstant bleibt, ist es gleichgültig,
nach welcher der 3 Methoden der Zuschlag berechnet wird.
2. Die einmal gewählten Zuschläge behalten nur dann ihre
Richtigkeit, wenn die Jahressummen von Materialwert, Löhnen und
Unkosten ihrem Wertverhältnisse nach unverändert bleiben; für das
Einzelfabrikat nach Methode c) dann, wenn dessen Verhältnis
zwischen Materialwert und Lohnsumme annähernd gleich ist dem
für die Berechnung der Zuschläge maßgebenden Verhältnisse der
Jahressummen; denn der Zuschlag erfolgt auf eine zusammengesetzte
Größe. | V ; ;.' i | |
Die Veränderung der angeführten Wertverhältnisse bedingt eine
Änderung der Höhe der Zuschläge; deshalb sollen diese Verhältnisse
periodisch auf ihren Bestand geprüft und danach die Kalkulations
formel berichtigt werden.; Betriebe mit stark schwankenden Betriebs*-.
Verhältnissen (z. B. schwankender Beschäftigung) werden deshalb
gut tun, auf Grund monatlicher Statistiken fallweise die Aufschläge
zu bestimmen, die für die Produktionskalkulation in Anwendung