Full text: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

r. 
— 208 — 
II. 
M 
L 
Aufschlag .... 
Herstellungskosten 
Verkaufspreis. . . 
2,- = 
10% 
CO 
«4H 
M 
. 200, 
40 
°/o 
8,- = 
40 % 
«« 
00 
L 
. 60, 
10 
% 
8,— = 
40% 
u 
<v 
<3> 
Aufschlag . . 
. 60,— = 
10 
7« 
18,-= 
90% 
fl 
Kosten.... 
. 300,— = 
60 
“/o 
II 
1 
O 
100% 
0 
>■ 
Verkaufspreis. 
. 500,- = 
100 
7» 
Die Lohnaufschlage verhalten sich wie 4:25, der Verkaufswert 
wie 1:25. Die erste Ware, bei deren Herstellung die Lohnkosten 
überwiegen, hat den vierfachen Anteil im Verhältnis zum Ver 
kaufspreis zu tragen. Setzt man die Herstellungskosten = 100o/o, 
so sind die prozentuellen Anteile von Material, Lohn und Kosten 
aufschlag für I: ll,lo/o, 44,4o/o 44 ; 5o/o; für II: 66 2 /s°/o, 16 2 / 3 o/ 0 , 
16 2/3 o/°. 
Während die beiden Fälle I und II nach allen drei Methoden 
den gleichen Zuschlag und Selbstkostenpreis liefern, ergeben sich im 
HI. Fall, obwohl nach den gleichen Grundsätzen berechnet, ver 
schiedene Resultate! Wie ist dies zu erklären? In den Fällen I 
und II waren die Kostenzuschläge aus den Jahressummen von 
Material und Löhnen berechnet, deren Wert Verhältnis 2:1 war. Die 
Spezialfälle zeigen dasselbe Wertverhältnis, während im III. Fall 
Materialwert und Löhne wie 4:3 stehen. 
Daraus ergeben sich die nachstehenden Schlußfolgerungen: 
1. Solange das Wertverhältnis zwischen Material und Löhnen 
der Einzelprodukte annähernd konstant bleibt, ist es gleichgültig, 
nach welcher der 3 Methoden der Zuschlag berechnet wird. 
2. Die einmal gewählten Zuschläge behalten nur dann ihre 
Richtigkeit, wenn die Jahressummen von Materialwert, Löhnen und 
Unkosten ihrem Wertverhältnisse nach unverändert bleiben; für das 
Einzelfabrikat nach Methode c) dann, wenn dessen Verhältnis 
zwischen Materialwert und Lohnsumme annähernd gleich ist dem 
für die Berechnung der Zuschläge maßgebenden Verhältnisse der 
Jahressummen; denn der Zuschlag erfolgt auf eine zusammengesetzte 
Größe. | V ; ;.' i | | 
Die Veränderung der angeführten Wertverhältnisse bedingt eine 
Änderung der Höhe der Zuschläge; deshalb sollen diese Verhältnisse 
periodisch auf ihren Bestand geprüft und danach die Kalkulations 
formel berichtigt werden.; Betriebe mit stark schwankenden Betriebs*-. 
Verhältnissen (z. B. schwankender Beschäftigung) werden deshalb 
gut tun, auf Grund monatlicher Statistiken fallweise die Aufschläge 
zu bestimmen, die für die Produktionskalkulation in Anwendung
	        
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