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Maschine n konto 189 000 Mk.
18 900 „ = 10 o/o Abschreibung
170100 Mk. Buchwert.
Dieses summarische Verfahren ist in jenen Fällen unzulänglich,
wo für die einzelnen Vermögensobjekte, die aus buch- und bilanztechnischen
Gründen auf einem Konto vereinigt sind, völlig verschiedene
Abschreibungsquoten in Ansatz gebracht werden müssen.
Vom Standpunkt der Ingenieurberechnung ist nur eine individuelle
Abschreibung der einzelnen Teile des Anlagekapitals,
insbesondere der Maschinen richtig, oder doch wenigstens eine Abschreibung
nach Gruppen gleichartiger Maschinen
(z. B. Kraftmaschinen, Arbeitsmaschinen; Maschinen für die Vorbereitungsarbeiten
und Reinigung getrennt von den Maschinen für
Weiterverarbeitung in Spinnereien, Müllereien, Erzaufbereitung etc.).
Die individuelle Abschreibung macht die Führung besonderer I n -
ventarbücher für einzelne Vermögensteile notwendig.
Bilanzbeispiel: Maschinen 189 000 Mk.
19175 „ Abschreibungen
169 825 Mk. Buchwert.
Läßt man nur' die natürlichen Entwertungsgründe als Maßstab
für die Abschreibungsquoten gelten, so ist ziu berücksichtigen, daß
die Abnutzung der einzelnen Maschinenteile durchaus
ung 1 eichmäßig ist und daß man für einzelne Teile
der Maschinen besondere Abschreibungsquoten berechnen
muß 1 ).
Die Wertminderung der Maschinen infolge der Verwendung
der Produktionsmittel im Betriebe läßt sich zahlenmäßig genau nicht
erfassen. Man begnügt sich deshalb mit einem annähernd richtigen,
in der Regel unsicheren Durchschnitts- oder Schätzungswert des
Verlustes. Bei Beurteilung der Abschreibungsquoten
sind vorerst die Abschreibungsgründe zu analysieren
2 ). Die materiellen, substanziellen, in der
Maschine selber liegenden Entwertungen sind von wechselnden, zum
Teil subjektiven Momenten abhängig, teilweise sichtbar (z. B. Verschleiß
der Maschine), teils unsichtbar (wie innere Veränderungen
durch die Beanspruchung): die Belastung der Maschine, der Beschäftigungsgrad
der Unternehmung, die Art der Fundamentierung
und Montage, die Instandhaltung der Maschine u. a. m. Materielle,
wirtschaftliche Entwertungsgründe sind: Entwer-’)
Vgl. S. 227; W. Herrmann, Entwertung von Maschinen durch den
Betrieb. Zeitschr. d. V. deutscher Ingenieure, 1880, S. 598 f., 502 f.
’■) Vgl. Fiebelkorn, Abschreibungen auf Ziegeleien (Verlag der Tonindustrie-Ztg.,
Berlin). Hufnagl, Amortisation der Sägewerke (im Handbuch
der kaufm. Holzverwertung, Berlin 1905, S. 56).