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die zur Gewinnermittelung notwendig sind, ohne Inventuraufnahme.
Unter den buchmäßig aufgezeichneten Beständen
sind solche, deren Buchwert mit dem Tageswert bzw. mit dem
Bilanzwert vollständig oder nahezu übereinstimmt, zi B. Kasse, Hypotheken,
Bankguthaben, oder sich leicht durch Berechnung bestimmen
lassen, z. B. Außenstände und Anlagewerte unter Berücksichtigung
der Abschreibungen, abgesehen von außerordentlichen Entwertungen.
Bei anderen Konten stimmen Saldo und Bilanzwert nicht überein:
Konten, auf denen Bestände und Umsatzerfolge gleichzeitig verrechnet
werden, die sogenannten Bestanderfolgskonten, wie Warenkonto,
’ Fabrikationskonto etc. Wo nur eine geringe Zahl von Warensorten
in Betracht kommt, wird es möglich sein, durch buchmäßige
Aufzeichnung der Zugänge und der Abgänge jederzeit den Lagerbestand
festzustellen (Brauereien, Malz;-, Zement-, Zuckerfabriken,
Mühlen) und den Istbestand durch gelegentliche Stichproben während
des Betriebsjahres zu kontrollieren. Zweckentsprechende Anordnung
der Lagerbestände (Gruppenlager, Gestelle, Fächer) unter Aufschreibungen
der Lagerveränderungen (nach Mengen und Wert; gebundene
Bücher, lose Blätter, Kartenregister, Steckkarten an den
Lagerorten), Verbuchung der Veränderungen sofort und einzeln für
jeden Posten oder nachträglich und summarisch (Eingangsscheine,
Stücklisten, Materialverlangzettel u. dgl.), endlich eine scharfe Kontrolle
der einzelnen Aufzeichnungen und gelegentliche (Aufnahme
der tatsächlichen Bestände in natura sind die grundsätzlichen Voraussetzungen
für das Gelingen der ständigen Inventur 1 ).
Am einfachsten ist die monatliche Rentabilitätsberechnung, wenn
die Lagerbestände leicht ermittelt werden können. Der Erfolg läßt
sich dann nach folgender Aufstellung berechnen:
(Monatlicher Verkaufswert + Schließlicher Monatsbestand) abzüglich:
Mk. 135 480,— 4- 49 800,—
Anfangsbestand -f- Monatsproduktion = Gewinn
56 800,— + 123 000,-= 5480,—
Für eine derartige Aufstellung ist Voraussetzung, daß alle
Unkosten aufgeteilt und im Produktionswert verrechnet sind (vgl.
dazu die Unkostenstatistik S. 147).
Ganz anders gestaltet sich die Lösung der Aufgabe, wenn es
nicht möglich ist, den Gewinn eines jeden Warenverkaufes zu ermitteln.
Hier muß versucht werden, aus den Zahlen der Betriebsrechnung
oder durch die kaufmännische Buchführung ein einigermaßen
verläßliches Resultat zu erzielen. Einige Versuche sollen
hier mitgeteilt werden.
*) Grull, Die Inventur. Berlin 1911. S. 156—212. Foeil, Monatliche
Gewinn- und Verlustermittelung in Fabriken, erläutert an Beispielen. Berlin 1909.