Full text : Die deutsche Hausindustrie

Vorwort

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in  die  gute  Sache,  die  hier  verfochten  wird,  und  ihr  Recht.  Einer  unferer  heften  Heimarbeitforfcher
  fchrieb  vor  einigen  Jahren:  „Für  heute,  gegenüber  der  Heimarbeit,
mufz  es  uns  genügen,  an  die  Menfchlichkeit  zu  appellieren.  Die  Gerechtigkeit  für
fpätere  Zeiten.  Die  fitzt  bei  Plato  auf  den  Sternen.“  Ich  vermag  diefen  refignierten
Standpunkt  nicht  zu  teilen.  Gewifz  hat  gegenüber  der  Heimarbeiterfchaft  die  Menfchlichkeit,
  die  Nächftenliebe  eine  gro|ze  Aufgabe  zu  erfüllen,  vielleicht  bei  keiner  fozialen
Volksfchicht  mehr  als  bei  ihr.  Aber  die  Überzeugung,  da|z  das,  was  für  die  Heimarbeit
gewünfcht  wird,  in  grofzem  Umfange  Rechtsforderungen  darftellt,  bricht  fich  mit
wachfender  Kenntnis  der  Dinge  immer  mehr  Bahn,  und  fie  mu|z  ins  volle  Rechtsbewufztfein
  des  ganzen  Volkes  übergehen.  Vom  Recht,  das  in  den  Herzen  wohnet,
ift  aber  der  Sieg  unferer  Sache  zu  erhoffen.  Denn  das  Recht  ift  eine  heilige  Macht,
vor  der  keine  Gegnerfchaft  ftandhält.
Allen,  die  mir  durch  Auskunfterteilung  und  Überlaffung  von  Material  behilflich
waren,  befonders  den  Angeftellten  mehrerer  Gewerkfchaften  und  Genoffenfchaften,
fage  ich  herzlichen  Dank.  Befonderer  Dank  gebührt  P.  Conft.  Noppel  S.  J.,  der  mir
bei  der  Fertigftellung  verfchiedener  Abfchnitte  durch  fachmännifche  Mitarbeit  wefentliche
  Hilfe  leiftete.

Der  Verfaffer.
            
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