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manchmal auch gleich die in den einzelnen Ballen enthaltenen
Tabake nochmals sortiert, d. h. der Tabakmeister beauftragt die
mit dem Aufreißen beschäftigten Frauen, die gelben, grünen usw.
Blätter besonders zu legen. Nach Vollendung dieser Arbeiten wird
aller zu einer Mischung bestimmte Tabak auf einen Haufen ge
worfen, mit reinem Wasser angefeuchtet und dabei zugleich mit
der Hand gemischt. Diese Arbeit, die rein mechanischer Natur ist
und keinerlei Geschicklichkeit erfordert, wird von ungelernten Ar
beitern, sogenannten „Tabakmischern“ vollzogen. Erwähnt
sei noch, daß das Anfeuchten der Blätter notwendig ist, um sie
geschmeidig zu machen, da sie sonst beim Zerschneiden zerstäuben
würden, und daß ein Entrippen der Blätter bei den orientalischen
Tabaken wegen der Feinheit ihres Blattes nicht erforderlich ist.
Der angefeuchtete und gemischte Tabak bleibt noch einige Zeit
liegen, damit die Feuchtigkeit durchzieht; hierauf wird er an den
Tabakschneider abgegeben.
In den meisten Groß- und Mittelbetrieben stehen zum Schneiden
des Tabaks Maschinen zur Verfügung, die von Motoren angetrieben
werden und eine stündliche Schnittleistung bis zu 200 kg Tabak
und mehr aufweisen; die Preise für solche Maschinen steigen bis
4500 Mk. und darüber. Kleinere Betriebe begnügen sich mit Schneide
maschinen, die mit der Hand in Tätigkeit gesetzt werden und schon
für etwa 450 Mk. billigsten Falles zu haben sind. In ganz kleinen
Betrieben endlich findet man hin und wieder, soweit sie es nicht
vorziehen, ihren Tabak gleich geschnitten zu kaufen 1 ), noch die
alten Handschnittladen vor, bei denen der Tabak durch ein von
Menschenhand auf und ab bewegtes Messer zerschnitten wird.
Zur Bedienung einer durch Motorkraft angetriebenen Schneide
maschine ist nur eine Person, eben der Tabakschneider, erforder
lich, der die Blätter in den dazu bestimmten Behälter einzulegen
und den Gang der Maschine je nach Umständen zu regulieren hat.
Von einem guten Tabakschneider werden außer einer innigen Ver
trautheit mit der Maschine noch manche andere Kenntnisse und
Fähigkeiten verlangt, denn
1. muß er taxieren können, ob der Tabak die zum Schneiden
erforderliche Feuchtigkeit hat,
2. muß er es verstehen, den Tabak richtig in den Behälter
zu packen, wobei es namentlich sein Bestreben sein muß, den Tabak
gleichmäßig fest zu packen, da sonst das Messer rupft;
1) Näheres siehe weiter unten!