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Die Taktik der britischen Händler
Um die Mitte des 17, Jahrhunderts waren die Kaufleute
der Kolonien so weit, daß sie Manufakturen zur Konkur-
renz mit der englischen gründen konnten. Eine seefahrende
Rasse und eine Handelsflotte bahnten sich kämpfend ihren
Weg, und ehrgeizige Pläne wurden geschmiedet, einen Teil
des britischen Einfuhr- und Ausfuhrhandels zu erobern. Die
Reeder der Kolonien, die Tabak, Getreide, Nutzholz oder
Fische nach Europa schickten, sahen nicht ein, warum sie
ihre Schiffe bei der Rückfahrt nicht wieder mit Waren be-
laden und doppelten Verdienst haben sollten. Jetzt legte
sich die britische Handelsklasse ins Mittel und brauchte die
Macht der Regierung dazu, eine Konkurrenz, die sie be-
ingstigte, im Keim zu ersticken.
Schwere Ausfuhrzölle wurden nun auf jeden Artikel
der Kolonien gelegt, der in das Monopol eingriff, das die
britische Handelsklasse besaß und weiter besitzen wollte,
und die nichtbritische Einfuhr mußte überaus hohe Zölle
tragen. Die Fabriken in den Kolonien wurden durch eine
bündige Gesetzgebung im Keime erstickt. Im Jahre 1699
ordnete das Parlament an, kein Wollgarn und kein Woll-
artikel aus den amerikanischen Kolonien dürfe irgendwohin
exportiert werden. An diesem Bissen hatte man schwer
zu kauen, da fast jede Bauernfamilie in den Kolonien
Schafe hielt und Flachs zog und in der Fabrikation von
rauhem Leinen und Wollkleidern erfahren war. Kaum be-
gannen die Kolonisten Papier zu fabrizieren, als auch diese
Industrie erdrosselt wurde. Mit Hüten ging es genau so.
Kaum hatten die Kolonisten angefangen, nach Spanien,
Portugal und Westindien Hüte zu exportieren, als auch schon
die britische Hutmacher-Innung sich an die Regierung
wandte, damit sie dieser kolonialen Konkurrenz den Garaus
mache. Sogleich nahm das Parlament ein Gesetz an, das
den Export von Hüten aus irgendeiner amerikanischen Ko-
lonie und den Verkauf von Hüten aus einer Kolonie an eine
andere verbot. Eisenwerke begannen in den Kolonien zu
arbeiten — prompt erklärte man sie für unrechtmäßig, und
das Parlament verbot Anlagen zur Gewinnung von Stab-