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Die Verhandlungen dieser Versammlung entsprachen so
ziemlich dem Tenor der Einladung, man kam nicht recht über
Klagen und Anklagen hinaus, trotzdem das Zirkular indirekt
bereits ans die Regelung der Arbeitszeit und ein Lohnminimnm
als die zu erstrebenden Ziele hinwies. Der Werth jener Ver
sammlung bestand aber int Beschlusse konsequenter Weiter
verfolgung der Angelegenheit.
Wohl hatten schon vor dieser Gamser Versammlung ver
einzelte Versammlungen lokaler Natur stattgefunden: sie jedoch
gab den eigentlichen Anstoß zur Abhaltung zahlreicher ähn
licher in rascher Reihenfolge, die zwar sämmtliche auch lvieder
nur auf mehr oder weniger verschwommene Gefiihlsäußerungen
sii'- die Nothwendigkeit einer Berufsorganisation und engere
Fühlung hinausliefen. Immerhin zeitigten sie eine erste größere
Vertrauensmäunerversammlnng, welche am 28. Dezember 1884
iil Buchs stattfand. An ihr lourde die Nothwendigkeit eines
Verbandes allseitig anerkannt: aber die meisten Redner stellten
sich auch diesmal lvieder einen solchen als Kampforganisation
gegen die Arbeitgeber vor und wollten ihm als Devise die
Worte geben: „Mehr Lohn und weniger Abzüge". Dieser
Standpunkt lourde hier zum ersten Male mit überzeugenden
Gründen bekämpft und die Versammlung nahm schließlich
folgende Resollitionen an. welche die Lage nach keiner Rich-
tliilg präjndizirten und einer fernern Thätigkeit einen freien
Spielraum ließen:
ŅU^lluttg a) Die heutige Versammlung wählt ein Initiativ - Konnte
Komues"- von 7 Mitgliedern.
l>) Dieses Komite erhält Auftrag lind Vollmacht, die nöthigen
Schritte zu thun, um mit den Interessenten anderer
Gegenden, Kantone oder Staaten eine Einigung mis
Gründung des Verbandes zii erzielen.
Die Kommission wurde bestellt, und damit war den sich
iilehrenden Rufen nach Einigung ein erster, fester Mittelpunkt
gegeben.