Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Lokomotive  „Wiener-Neustadt"  und  „Seraing".  Fink-  und  Engerth-Lokomotive.  215

218.  KrrgloKomotivr  von  Fink,  1862.

219.  Fairtie-Lokomotivr,  1864.

220.  Stellung  der  Fairlir-Lokomvtive  in  der  Glriskrünnnuiig.

freilich  nicht  als  besonders  vorteilhaft  erwies.  Aus  der  Preislokomotive  „Seraing"  (Abb.  217)
ging  1864  die  Fairlie-Lokomotive  (Abb.  219  u.  220)  hervor,  während  die  „Wiener-Neustadt"
  (Abb.  216)  1861  nochmals  „erfunden"  als  Meyer-Lokomotive  bekannt
geworden  ist.
Engerth-Lokomotive.  Auf  dem  Semmering  gelangte  schließlich  Ende  1853  eine  ■
Lokomotive  zur  Verwendung,  die  von  dem  Leiter  der  technischen  Eisenbahnabteilung  im
Wiener  Ministerium,  v.  Engerth,  früher  Professor  an  der  technischen  Hochschule  in  Graz,
auf  Grund  der  Erfahrungen  entworfen  war,  die  an  den  Preislokomotiven  und  den  eingereichten ­
  Entwürfen  gesammelt  waren.  Die  Ausarbeitung  der  Einzelheiten  erfolgte
von  Keßler  in  Eßlingen  und  Cockerill  in  Seraing  im  Verein  mit  Engerth.  Bei  dieser
neuen  Lokomotive,  von  der  26  Stück  für  die  Semmeringbahn  beschafft  wurden,  war  das
Tendergewicht  durch  Kuppeln  der  Tenderräder  mit  den  Lokomotivtreibrädern  für  die
Zugkraft  mit  nutzbar  gemacht.  Diese  Kuppelung  erfolgte  nach  Art  des  alten  Hedleyschen
Zahnradgetriebes.  Tender  und  Lokomotive  waren  gegeneinander  um  einen  senkrechten
Drehbolzen  verschiebbar.  Derselbe  lag  genau  über  dem  Eingriffe  des  letzten  Zahuräderpaares,
  so  daß  der  Zahneingriff  durch  die  Kurvenbeweglichkeit  wenig  beeinflußt  wurde.
Arbeitsübertragnng  durch  Zahnräder  ist  aber  für  Reibungslokomotiven  unzweckmäßig,
            
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