Ausschließung feindlicher Signale durch das Stationsblockwerk.
die zweite und dritte Blockstange jede seitliche Verschiebung des Lineals,
vierte Blockseld kann daher nicht bedient werden.
Wird aber z. B. das zweite Feld (von rechts nach links gezählt) freigegeben, so hebt
sich damit selbstthätig die zugehörige Stange aus dem Ausschnitt und das Sperrlineal
läßt sich jetzt wegen des Spielraumes an der dritten Stange nach rechts verschieben. Das
bedeutet, daß die erste Blockstange durch die Blocktaste niedergedrückt werden kann; sie
sinkt in den schrägen Schlitz hinein und verschiebt dadurch das Lineal und zwar so weit,
bis die dritte Stange hemmt. Die
zweite und vierte Stange ruhen jetzt
auf dem Lineal und sind nicht abwärts
zu bewegen. Solange also Feld eins
weiß zeigt, bleibt Feld vier gesperrt.
Diesen Zustand veranschaulicht Abb. 324
noch besonders.
Es sind sonach die einzelnen
Blockfelder äußerst sinnreich und da
bei doch einfach auf rein mechanischem
Wege voneinander abhängig gemacht.
Von zwei feindlichen Fahrstraßen kann
immer nur eine freigegeben und ihr
Signalhebel gezogen werden und zwar
auch nur dann, wenn die andere
Gleisstraße gesperrt ist. Durch Zurück
legung des Fahrsignals auf „Halt"
und Bedienung des Signalfeldes im
Weichenturm wird der Sigualhebel
wieder verriegelt und gleichzeitig die
Sperre der feindlichen Blockfelder am
Stationsblockwerk aufgehoben. Ein
Irrtum in der Signalgabe auf einem
ist damit völlig
die mannigfachen
größeren Bahnhöfe
ausgeschlossen. Auf
u
324 - ilerfdjiibüiiciü drs KtativnsblockwerKs.
325. Mechanisch verschlossenes Dopprlsignal der
Land an er Untergrundbahnen.
Die
Sonderanordnungen in der Stationsblockung kann hier nicht eingegangen werden,
zur Zeit bestehende vollkommenere Einrichtung ist hier angedeutet worden.
Auf Bahnen mit sehr lebhaftem Verkehr oder dichter Stationsfolge hat man auch
die Stellwerke der Nachbarstationen in gegenseitige Abhängigkeit voneinander gebracht.
Beim Geben eines Fahrsignals muß dann sowohl das Stellwerk der Ausfahr- als auch
das der Einfahrstation in Thätigkeit treten.
Auf den Londoner Untergrundbahnen (Stationsabstand bis 300 in und Zugfolge
bis 2 Minuten herab) wird dieses sehr erfolgreich auf mechanischem Wege erreicht. Nach
Abb. 325 liegt in der Stellstange der Signalflügel ein zweiteiliges Schloß, das durch
Drahtzug von den beiden benachbarten Stationen — jede eine Hälfte — gestellt wird.
Nur ivenn beide Schloßteile richtig bethätigt sind, kann das Fahrsignal gegeben werden.
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