Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Lösch- und Ladevorrichtungen. 
der Verbrauch von Druckwasser kleiner als die Leistung der Druckpumpe, so wird der so 
genannte Akkumulator, das ist ein sehr schweres Gewicht, durch das Druckwasser in die 
Höhe gehoben und damit Kraft aufgespeichert, die jederzeit zur Leistung von Arbeit zur 
Verfügung steht. Der Antrieb der Kräne durch Druckwasser wurde zuerst in England 
ausgeführt und von dort in den deutschen Häfen Bremen, Hamburg, Lübeck neben den 
Tampfkränen eingeführt. Die Vorzüge des Druckwasserbetriebes sind große Sicherheit 
und Genauigkeit, einfache Konstruktion und einfache Bedienung, auch kann das Druck 
wasser zu Feuerlöschzwecken verwendet werden. Dagegen sind besondere Vorkehrungen 
gegen Einfrieren des Druck 
wassers zu treffen, entweder 
durch frostfreie Lage der 
Hauptdruckrohre im Boden, 
durch VermischungdesWasserS 
mit Glycerin oder durch Er 
wärmen desselben mittels 
Dampf. Der elektrische Be 
trieb der Löschladeeinrich 
tungen wurde durch deutsche 
Firmen ins Leben gerufen 
und ausgebildet und hat den 
Vorteil, daß sich durch ihn 
weit größere Gebiete versorgen 
lassen, daß die Verteilung 
von Kraft dem Verbrauch 
leicht angepaßt werden kann, 
daß die Leitungen wenig Auf 
wand erfordern und leicht nach 
entlegenen Stellen geführt 
werden können und gegen 
Frost, Feuchtigkeit und andere 
atmosphärische Einflüsse, wenn 
gut verlegt, nahezu unempfind 
lich sind. Die elektrische Kraft- 
übertragungfindetdaherinden 
Häfen immer mehr Eingang, 
nachdem in Hamburg Eude des 
Jahres 1892 die ersten zwei 
elektrischen Kräne in Betrieb 
genommen sind, zumal da für 
die Beleuchtung der Häsen 
meistens auch der elektrische 
Strom verwendet wird. 
Der größte Kran der Welt ist derzeit in Hamburg,' es ist der am Kranhöft 
neben dem Segelschiffhafen ausgestellte Dampfdrehkran mit einer Tragkraft von 150 t, 
das ist gleich der Ladung von 15 Güterwagen. Gebaut wurde derselbe von der Firma 
Ludwig Stuckenholz in Wetter a. d. Ruhr. Bewegliche Kräne für besonders große Lasten 
werden nicht auf Geleise fahrbar gemacht, sondern auf dem Wasser. Sie werden auf 
eisernen Fahrzeugen aufgebaut, die zu ihrer Fortbelvegung mit Schiffsschrauben versehen 
sind, oder beim Mangel von solchen durch Schleppdampfer an die Verwendungsstelle ge 
bracht werden müssen. Solche Schwimmkräne werden für Lasten von 40—120 t gebaut 
und finden namentlich auch zum Einsetzen der Kessel und Maschinen in den Schiffskörper, 
sowie zum Versenken der Betonblöcke beim Bau von Molen vielfach Anwendung. Im 
Hafen von Bremen befindet sich ein Schwimmkran von 40 t Tragkraft, der durch zwei 
unabhängig von einander, durch je eine besondere Dampfmaschine betriebene Schiffs- 
613. Kroßer Kran am Kranhiist in Kamdurg.
	        
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