fullscreen: Währung und Handel

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tragen, das rid it et midi nidit nadi dem Sddagsdiatze, wie er 
in Üesterreidi, sondern (abgesehen von den Transportkosten) 
nur nadi dem Sdilagsdiatze, wie er in Dentsddand liezalilt 
werden muss. Für den import wäre also, an sidi betraditet, 
der inländisdie Sddagsdiatz gleidigiltig. Aber da ein bober 
Sdilagsdiatz die Wirknng bat, (ioldzntlüsse abznlialten und 
demzufolge fremdes Gold in ]\lünz- oder liarrenform dem Tm- 
poi'tenr nidit zu Gebote steht, so muss er, wenn er im Aus 
lande zahlen will, das erforderlidie (told aus dem Idünzum- 
laufe des eigenen Landes nehmen. ]\iünzgobl ist aber im 
internationalen Handel weniger wertb als Barrengidd, inso- 
ferne nämlich, als durch die Abnützung während der (’ircu- 
lation die. Münzstücke selten vollwichtig sind, und daher 
787V2» ime.h der A\^ei'threlation von 1 zu 17’/¡j ausgeprägte 
österreidiisdie Goldguhlen fast niemals ein volles IMünzpfund 
Feingold wiegen werden. Der Abgang schwankt in der Regel 
zwischen V4 und Vn l^ercent. Der lm])orteur wird also durch 
die fehlerhafte IVIünzteclinik seines imndes schon von vorn 
herein gezwungen, sich die Zahlmittel für das Ausland mit 
einem Veituste von mindestens \\ Percent zu heschatfen. Der 
Effect wird also sein, dass kraft derselben Massregel nicht hlos 
der Exjiorteur schwerer verkaufen, sondern auch der Impor 
teur schwerer kaufen kann. Und auch diese Differenz wird 
zum grösseren Theile von dem betreffenden Lande getragen 
werden, denn der deutsche Kx^auieur, der von seinen franzö 
sischen und englischen Kunden Zahlung in Barrengohl erhält, 
hat durchaus keinen (trund, dem österreichischen Kunden im 
Preise A\"esentliches nachzulassen, weil dieser durch seine ver- 
fcliHcn (besetze gehindert wird, Barren zu senden. Dass ganz 
der nämliche Fehler auch in Deutschland gesetzlich besteht, 
ändert an der Sache nichts, wo es sich um die ('Oncurrenz 
der Engländer und Franzosen auf dem deutschen Idarkte 
handelt. 
Wie stellt sich nun unter der Einwirkung dieser dojijiel- 
ten Behinderung der internationale Verkehr eines mit hohem 
Schjagschatze behafteten Landes im Verhältnisse zu dem der 
anderen Jjänder? Seine Zahlungsbilanz wird nicht besser und 
nicht schlechter, denn der Erschwerung des Exports steht die 
Erschwerung des Imports gegenüber. Sein Passiv- oder
	        
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