Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Körting  &  Mathiesen,  Leutzsch  bei  Leipzig.

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zungist,  daß  der  Antragsteller ­
  mindestens  ein
Jahr  bei  der  Firma  beschäftigt ­
  ist.  Die  Dauer
des  Aufenthalts  für  Kurgäste ­
  ist  auf  14  Tage
nicht  beschränkt,  dieselbe ­
  soll  aber  im  allgemeinen ­
  vier  Wochen
nicht  übersteigen.
Das  Ferienheim.
Das  Gebäude  des  Ferienheims ­
  ist  im  Villenstil
gehalten  und  macht  mit
seinen  Balkons,  Erkern
und  Terrassen  einen  sehr
freundlichen  Eindruck.
Das  Areal  des  Ferienheims ­
  ist  nahezu  14000
qm  groß.  Auf  demselben
befindet  sich  ein  großer
Park,  Gemüse-  und  Obstgarten, ­
  sowie  je  ein  geräumiges  Licht-  und  Luftbad  für  Damen  und  Herren  mit  allen  erforderlichen ­
  Einrichtungen,  Turngeräten  usw.
In  dem  Heim  befinden  sich  im  ganzen  31  Zimmer,  27  hiervon  sind  Gastzimmer,  in
denen  ca.  50  Personen  untergebracht  werden  können.  Eine  Anzahl  Zimmer  hat  zwei  Betten.
Im  Parterre  liegt  außer  einigen  Gastzimmern  und  der  Verwalterwohnung  das  Winterfrühstückszimmer ­
  mit  einer  kleinen  Unterhaltungsbibliothek.  Das  Heim  ist  zwar  für  den
regelmäßigen  Betrieb  nur  im  Sommer  (Mai  bis  September)  geöffnet,  indessen  wird  es  auch
im  Winter  teilweise  besucht,  bietet  sich  in  Lückendorf  doch  reichlich  Gelegenheit  zur  Betätigung ­
  von  Wintersport  (Rodeln  und  Schneeschuhlaufen).  Des  weiteren  befindet  sich
im  Parterre  der  große  Speisesaal,  in  welchem  in  der  Saison  von  den  Gästen  die  Mahlzeiten
gemeinschaftlich  eingenommen  werden.  Ein  Flügel  gestattet  den  musikalischen  Elementen
unter  den  Feriengästen  die  übrigen  Gäste  durch  ihre  Künste  zu  erfreuen.
In  der  1.  und  2.  Etage  befinden  sich  die  Gastzimmer.  In  der  1.  Etage  hat  fast  jedes
Zimmer  einen  abgeschlossenen  Balkon  oder  einen  Erker.
Die  Zimmereinrichtung  ist  einfach,  aber  wohnlich.  Das  Inventar  eines  einbettigen
Zimmers  besteht  aus  einem  Bett  mit  Vorlage,  einem  Nachttisch,  einem  Kleiderschrank,
einem  Waschtisch  mit  Waschtoilette  und  Handtuchhalter,  einem  Tisch,  einem  Stuhl,
einem  Stiefelbock  und  einem  zusammenklappbaren  Liegestuhl.
Die  Zimmer  im  Vorderhaus  haben  sämtlich  Dampfheizung,  damit  deren  Benutzung
im  Winter  möglich  ist.  Elektrisches  Licht  befindet  sich  in  allen  Zimmern.  Ein  Wannenbad ­
  und  ein  für  kaltes  und  warmes  Wasser  eingerichtetes  Brausebad  stehen  den  Gästen
zur  Verfügung.
Die  Bewirtschaftung  des  Heims  wird  von  einem  Verwalter  besorgt,  welcher,  unterstützt ­
  von  seiner  Frau  und  mehreren  Hilfskräften,  das  Heim  instand  zu  halten  hat.  Er
sorgt  für  die  Verpflegung  der  Gäste,  bestellt  das  Feld  und  den  Garten  und  hat  für  die  Einhaltung ­
  der  Hausordnung  zu  wirken.  Er  wohnt  während  des  ganzen  Jahres  in  dem  Anwesen.
Für  die  Gäste  des  Ferienheims  ist  eine  Hausordnung  aufgestellt,  welcher  im  wesentlichen ­
  das  Prinzip  zugrunde  liegt:  Bediene  dich  soweit  als  möglich  selbst.  Die  Bedienung  durch
die  Hausverwaltung  erstreckt  sich  nur  darauf,  die  Zimmer  am  Morgen  in  Ordnung  zu  bringen.

Einbettiges  Zimmer  der  ersten  Etage.
            
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