Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Orenstein & Koppel — Arthur Koppel Aktiengesellschaft, Berlin. 
Wasch- und Ankleideraum in der Fabrik Dorstfeld. 
KRANKENKASSEN. Weitere Er 
wähnung verdienen die Krankenkas 
sen für Beamte und Arbeiter. Für 
die im Zentralbureau in Berlin be 
schäftigten Angestellten, sowie für 
die Arbeiter und Beamten der Fabri 
ken Spandau und Bochum unterhält 
die Firma eigene Betriebskranken 
kassen, welchen gegenwärtig rund 
3000 Mitglieder angehören. In Krank 
heitsfällen gewähren die Kassen den 
Mitgliedern teils erheblich größere 
Unterstützungen als die allgemeinen 
Orts- und Gemeindekrankenkassen 
bei zum Teil niedrigeren Beiträgen. 
ARBEITERUNTERSTÜTZUNGSKASSEN. Außer den Krankenkassen bestehen in 
einzelnen Fabriken noch Arbeiterunterstützungskassen, die von der Firma alimentiert 
werden und zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener Arbeiter bestimmt sind. 
Seit Bestehen dieser Kassen sind an Unterstützungen insgesamt ca. 154000 M. gezahlt 
worden. 
UNFALLSTATIONEN. In den Fabriken sind Unfallstationen eingerichtet, um den Ar 
beitern bei etwaigen Unfällen sofort Hilfe leisten zu können. Unser Bild auf der vorher 
gehenden Seite zeigt ein Verband- und Krankenzimmer, in dem ein geprüfter Heilgehilfe 
stationiert ist. 
BADE- UND WASCHEINRICHTUNGEN. Den Arbeitern stehen ferner moderne Bade- 
und Wascheinrichtungen zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. 
KASINO. Für das Personal im Zentralbureau ist ein Kasino eingerichtet, in welchem 
zum Preise von 45 Pf. ein gut zubereitetes Mittagessen geboten wird. Die Speisean 
stalten und Kantinen sorgen für die Beköstigung der Arbeiter während der Mittags 
pause. In der heißen Jahreszeit wird den Arbeitern Mineralwasser und Kaffee 
geboten. 
ENGROSABSCHLÜSSE. Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedürfnisse sind 
Beamten und Arbeitern Erleichterungen geschaffen worden. So ist die Firma z. B. durch 
Engrosabschlüsse in der Lage, Briketts in kleinen Quantitäten zu Engrospreisen abzu 
geben, etwa 20% unter den üblichen Marktpreisen. Im Winter 1911 kaufte die Firma 
Speisesaal in der Lokomotivfabrik Drewitz.
	        
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