Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Papierfabrik Baienfurt, A.-G. 
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KRANKENSCHWESTERN. Die öffent 
liche Krankenpflege, zu der die Fabrik einen 
namhaften Beitrag jährlich leistet, wird von 
Krankenschwestern besorgt. Für unsere 
FABRIKKRANKENKASSE erheben wir 
die gesetzlichen Mindestbeiträge. In Krank 
heitsfällen gewährt solche vom 3.—10. 
Tag 50 %, von da ab 75 % des Tagelohnes. 
Bei Unglücksfällen tritt der Genuß des 
Krankengeldes schon vom ersten Tage an 
ein. In allen Fällen sind nicht nur für die 
Arbeiter, sondern auch für deren Familien 
angehörige Arzt und Apotheke frei. 
Die bezüglichen Mehrausgaben bestreitet die 
Fabrik aus eigenen Mitteln. 
UNTERSTÜTZUNGSFONDS. Unser 
Unternehmen hat außerdem einen Unter 
stützungsfonds von 120 000 M., dessen Zinsen zur Unterstützung arbeitsunfähig gewordener 
Arbeiter Verwendung finden. Ferner besteht eine Stiftung in Höhe von 10 000 M. von 
dem verstorbenen Direktor Roemer der Papierfabrik Baienfurt. Auch die Zinsen dieses 
Fonds werden zur Unterstützung bedürftiger Fabrikarbeiter verwendet. 
WOHLFAHRTSHAUS. Für Verpflegung der Arbeiter selbst besteht ein Wohlfahrts 
haus. In der Kantine desselben werden Speisen und alkoholfreie Getränke zum Selbst 
kostenpreis verabreicht, auch können Arbeiter wie Beamte unentgeltlich warme Bäder 
bekommen. Die Einteilung ist so geregelt, daß 
auf jeden Arbeiter in i4Tagen ein Bad kommt. 
WOHNUNGSVERHÄLTNISSE. Neuer 
dings schenken wir auch den Wohnungs 
verhältnissen unserer Arbeiter besondere 
Aufmerksamkeit. Wir besitzen 9 Häuser, 
deren Wohnungen wir zu geringem Be 
trag an Arbeiter und Angestellte ver 
mieten. Außerdem erhalten ältere Arbeiter 
ein größeres Stück Gartenland zur un 
entgeltlichen Benützung. 
Arbeitern, welche sich ansiedeln wollen, 
stehen wir in der Weise bei, daß wir ihnen bei 
Erwerbung des Bauplatzes behilflich 
sind und Wohnhäuser bei 4 % Verzinsung bis 
zur Höhe der amtlichen Schätzung beleihen. 
Arbeiterwohnhäuser. 
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Arbeiterwohnhaus.
	        
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