Portland-Cement-Werke Heidelberg und Mannheim, A.-G., Heidelberg. 285*
3 Zimmerwohnungen auf, die ebenfalls zu sehr mäßigen Mietpreisen Arbeitern überlassen
werden.
Außerdem besteht in Neckarelz ein schönes Kantinengebäude mit Badeeinrichtung.
Die Kantine, sowie der weiter eingerichtete Kaufladen wird in eigener Verwaltung betrieben,
so daß den Werksangehörigen auch in diesem Werk Lebensmittel und die nötigsten Gebrauchsgegenstände
zum Einkaufspreis abgegeben werden können.
Ferner soll noch auf einen Punkt hingewiesen werden, der für die Gesundheit der
in Zementfabriken beschäftigten Arbeiter von größter Bedeutung ist, das ist die Entstaubung
der Mühlen.
Bekanntlich ist die Fabrikation von Portlandzement mit einer bedeutenden Staubentwicklung
verbunden, und es sind daher Vorkehrungen zu treffen, den Staub nach Möglichkeit
zu vermeiden und, wo er unvermeidlich ist, zu beseitigen. Um dies zu erreichen,
ist es notwendig, den Staub möglichst unmittelbar an der Erzeugungsstelle abzusaugen.
Die Staub erzeugenden Maschinen müssen zu diesem Zwecke staubdicht eingekapselt
werden. Die Müllereimaschinen werden durch eine gemeinschaftliche Saugleitung verbunden,
an welche die einzelnen zu den Maschinen führenden Saugröhren staubdicht angeschlossen
werden.
Die abgeführte Staubluft wird nun mittels eines Ventilators entweder durch ein mit
selbsttätiger Abklopfung versehenes Staubfilter hindurchgesaugt oder aber in ein solches
hineingeblasen. Der durch diese Apparate in bestimmten Zeitabschnitten abgeschiedene
Staub wird durch eine mechanische Transportvorrichtung an Stellen geführt, wo seine
weitere Verwendung stattfinden kann. In allen Werken wird der durch die Drehrohrofengase
mitgerissene Flugstaub in großen Kammern, zu denen die früheren Ringöfen ausgebaut
wurden, zurückgehalten, so daß nur fast staubfreie Heizgase durch die hohen Schornsteine
ins Freie gelangen. Mit Hilfe solcher Einrichtungen ist es der Firma gelungen, die
Werke fast völlig von schädlichem Staub frei zu halten.