C. A. Preibisch in Reichenau (Sachsen) und Dittersbach (Böhmen). 287*
KEGELSCHUB errichtet, der auch der Fabrikfeuerwehr als Versammlungslokal und
dem Feuerwehrgesangverein zur Abhaltung seiner Übungen dient.
Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Firma, am 24. September 1884, gründete sie
durch Stiftung eines Kapitals von 25 000 M. eine
ALTERS- UND INVALIDENUNTERSTÜTZUNGSKASSE, eine Einrichtung, welche
solchen Beamten und Arbeitern der Firma, die ihr persönliches Geschick dauernd an das
des Geschäftes geknüpft haben, die Sorge für ihre alten Tage erleichtern soll. Im Laufe
der Jahre wurde das Vermögen der Kasse durch Zuwendungen der Firmeninhaber, der
Herren Geheimrat Oscar Preibisch und Kommerzienrat Dr. Reinhard Preibisch, bis auf
rund 193 000 M. erhöht, wovon 100 000 M., die Herr Geheimrat Preibisch zum Andenken
an seinen verstorbenen Sohn Walther gestiftet hat, als Walther-Preibisch-Stiftung geführt
werden. Die Unterstützungen werden von einem aus den Firmeninhabern und Arbeitern
gebildeten Verwaltungsrate zuerkannt. Sie haben seit 1886 bis jetzt rund 96000 M. betragen.
Bisher haben die Erträgnisse der Stiftung nur zur Unterstützung von Arbeitern gedient;
die von der Firma alten Beamten gewährten Pensionen sind nicht daraus genommen worden.
Im Jahre 1895 richteten die Damen des Hauses Preibisch eine
KOCHSCHULE ein. Sie
Johann-
David-
Preibisch-
Stiftung.
wollten damit jungen Ar
beiterinnen der Fabriken Ge
legenheit geben, sich in der
Zubereitung einfacher und
billiger Speisen auszubilden.
Für die Kochschülerinnen
und andere junge Mädchen
aus der Fabrik wurden zeit
weise Unterhaltungs
abende in der Kochschule
abgehalten.
Die Kochschule ist zur
zeit außer Betrieb, aber der
damit verbundene
SPEISESAAL dient den
Arbeitern zur Zubereitung
und Einnahme ihres Mittag
mahles.
Für die Arbeiter werden regelmäßig große Bezüge in Butter und Seefischen gemacht.
Anläßlich der Vermählung von Fräulein Elisabeth Preibisch wurde zum Andenken
an deren Hochzeitstag von Herrn Geheimrat Oscar Preibisch im Jahre 1901 die den Namen
seiner beiden Töchter tragende
ELISABETH- UND MARIE-PREIBISCH-STIFTUNG mit einem Kapitale von 10000 Mark
ins Leben gerufen, aus deren Erträgnissen Mädchen bei ihrer Verheiratung, wenn sie
mindestens 4 Jahre bei der Firma in Arbeit gestanden haben, ein Geldgeschenk erhalten.
Als 1905 auch Fräulein Marie Preibisch heiratete, stiftete Herr Geheimrat Preibisch
eine weitere Summe von 10000 Mark, die zur Bildung einer
WÖCHNERINNEN-UNTERSTÜTZUNGSKASSE verwandt wurde. Aus dieser Kasse
werden verheiratete Wöchnerinnen, wenn sie mindestens 1 Jahr bei der Firma in Arbeit
gestanden haben und wenigstens 9 Monate verehelicht sind, unterstützt.
Von den mehr der Allgemeinheit dienenden Stiftungen der Firmeninhaber sei fol
gendes gesagt: