Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Gebrüder  Uebel,
Mechanische  Baumwollspinnerei  und  Webereien,
Bleicherei  und  Appretur,
Plauen  i.  V.,  Neljschkau  i.  V.,  Adorf  i.  V.
1857  stellte  Wilhelm  Uebel  in  Netzschkau  als  erster  20  Elsässer  mechanische  Stühle  auf
und  ermöglichte  so  der  Baumwollweberei  des  Vogtlandes,  sich  aus  den  engen  Kreisen  der
Hausindustrie  zu  erheben  und  in  rascher  Entwicklung  am  Welthandel  zu  beteiligen.  1861
trat  der  nachmalige  Kommerzienrat,  Herr  Louis  Uebel,  in  das  junge  Unternehmen  ein.
In  den  mehr  als  50  Jahren  ihres  Bestandes  sind  „Gebrüder  Uebel“  von  keiner  Arbeitseinstellung ­
  oder  Arbeiteraussperrung  betroffen  worden.  Dagegen  zählt  die  „alte  Garde“
schon  130  Mitglieder,  die  für  25  oder  mehr  als  30jährige  ununterbrochene  Arbeit  bei  der
Firma  mit  Diplom  und  zum  Teil  auch  mit  dem  tragbaren  Ehrenzeichen  für  Treue  in  der
Arbeit  ausgezeichnet  worden  sind.  3  Weberinnen  haben  für  ununterbrochene  50  jährige
Arbeit  von  der  Stadt  Netzschkau  eine  Ehrenbrosche  erhalten.

Arbeiterhäuser  Netzschkau.  Fabrikküche  Adorf  i.  V.

KRANKEN-  UND  PENSIONSKASSE.  1881  schon,  also  ziemlich  lange  vor  Einführung
der  staatlichen  Kranken-  und  Invalidenversicherung,  haben  die  Inhaber  der  Firma  eine
Kranken-  und  Pensionskasse  gegründet.
L.-UEBEL-STIFTUNG.  1906  errichtete  Herr  Kommerzienrat  L.  Uebel  seine  erste
große  Stifung  von  100  000  M.  als  Rücklage  für  Zwecke  der  Unterstützung  erkrankter  oder

Kindergarten  Adorf  i.  V.

Säuglingsheim  Adorf  i.  V.
            
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