Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Voigt  &  Haeffner,  A.-G.,  Frankfurt  a.  M.
BEAMTENUNTERSTÜTZUNGSKASSE.  Diese  wurde  im  Jahre  1900  anläßlich  der
Umwandlung  der  ursprünglichen  Offenen  Handelsgesellschaft  Voigt  &  Haeffner  in  eine
Aktiengesellschaft  durch  eine  Spende  der  Inhaber  der  alten  Firma  errichtet.  Die  Gesamtüberweisungen ­
  und  Zuschüsse  der  Firma  betragen  ca.  118  000  M.
BEAMTENPENSIONSFONDS.  Der  Generaldirektor  der  Firma,  Herr  Kommerzienrat
A.  Haeffner,  spendete  anläßlich  des  25jährigen  Bestehens  der  Firma  einen  Fonds  von
100  000  M.,  der  zur  Ergänzung  der  staatlichen  Privatbeamtenversicherung  dienen  und
in  allen  den  Fällen  eingreifen  soll,  wo  eine  besondere  Veranlassung  zur  Unterstützung
vorliegt.  Für  das  Jahr  1912  wurden  seitens  der  Firma  weitere  10000  M.  überwiesen.
ARBEITERUNTERSTÜTZUNGSKASSE.  Diese  wurde  1899  seitens  der  Firma  zur
Unterstützung  aller  bei  ihr  beschäftigten  bedürftigen  Arbeiter  und  Arbeiterinnen  ins  Leben
gerufen.  Die  Überweisungen  seitens  der  Firma  betragen  bis  zum  heutigen  Tage  ca.  135  000  M.
ARBEITERVORSCHUSSKASSE.  Sie  hat  den  Zweck,  den  Arbeitern  den  Bezug  von
Kohlen  zu  Engrospreisen  bei  Ratenzahlungen  zu  ermöglichen,  und  neu  eintretenden
Arbeitern  einen  einmaligen  Lohnvorschuß  zu  gewähren.
VORARBEITERUNTERSTÜTZUNGSKASSE.  Die  Kasse,  die  1912  ins  Leben  gerufen
worden  ist,  dient  dazu,  in  Not  geratenen  Vorarbeitern  außer  den  Unterstützungen  durch  die
Arbeiter-Unterstützungskasse  noch  weitere  Hilfeleistungen  zuteil  werden  zu  lassen,  sowie
bis  zu  6  Arbeitstagen  jährlichen  Urlaubs  zu  vergüten.  Die  Zuwendungen  der  Firma  sind  bis
heute  10  000  M.
KANTINE.  Ferner  hat  die  Firma  eine  Kantine  eingerichtet,  in  der  den  Arbeitern
und  Arbeiterinnen  ein  gut  zubereitetes  Mittagsmahl  bestehend  aus  Suppe,  Fleisch,  Gemüse, ­
  Kartoffeln  usw.  zu  45  Pf.,  den  Beamten  zu  65  Pf.,  verabreicht  wird.  Die  einmaligen ­
  Einrichtungskosten  betrugen  ca.  20  000  M.  Für  die  Unterhaltung  der  Kantine
leistet  die  Firma  jährlich  ca.  15  000—20  000  M.  Zuschuß.
Den  in  der  Bleikitterei,  Verzinnerei  und  Beizerei  beschäftigten  Arbeitern  wird  täglich
1  Liter  Milch  unentgeltlich  verabreicht.  Die  Aufwendungen  hierfür  betragen  ca.  3000  M.
im  Jahr.
BADEEINRICHTUNG.  Außerdem  bestehen  Badeeinrichtungen  für  solche  Arbeiter,
die  in  schmutzigen  Betrieben  tätig  sind.
            
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