Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Jugendheim  der  Württembergischen  Metallwarenfabrik.

Württembergische  Metallwarenfabrik
Geislingen.
Inmitten  einer  reizvollen  Landschaft,  umgeben  von  steil  emporstrebenden  Bergen,
aus  deren  Waldesgrün  die  zahlreich  vorhandenen  Jurafelsen  hervorlugen,  liegen,  idyllisch
in  den  Talkessel  gebettet,  die  ausgedehnten  Anlagen  der  Württ.  Metallwarenfabrik,
Aktiengesellschaft  mit  dem  Sitz  in  Geislingen.  Emsiges  Leben  herrscht  hier  in  den  mannigfaltigen ­
  Betrieben  der  im  geschäftlichen  Sprachgebrauch  mit  der  Abkürzung  ,,W.  M.  F.“
bezeichneten  Fabrik.  Für  die  14  000  Einwohner  zählende  Stadt  Geislingen,  an  der  kunstvoll ­
  erbauten  Geislinger  Steige  gelegen,  auf  welcher  Württembergs  bedeutendste  Eisenbahnstrecke ­
  zur  Hochebene  der  Schwäbischen  Alb  führt,  bildet  sie  den  Mittelpunkt  des
wirtschaftlichen  Lebens.
Die  Württ.  Metallwarenfabrik  wurde  im  Jahr  1880  gegründet.  Sie  ist  hervorgegangen ­
  aus  der  Vereinigung  der  beiden  Metallwarenfabriken  Straub  &  Sohn  in  Geislingen ­
  und  A.  Ritter  &  Co.  in  Eßlingen,  deren  jede  damals  etwa  200  Arbeiter  beschäftigte.
Das  vereinigte  Unternehmen  erfreute  sich  in  der  Folge  eines  raschen  Aufschwungs.  Zu
der  Herstellung  versilberter  und  vergoldeter  Metallwaren  kam  zu  Anfang  der
1890er  Jahre  die  Kupfergalvanoplastik.
Im  Jahr  1897  wurde  ferner  durch  Ankauf  der  Firma  Schauffler  &  Safft  in  Göppingen ­
  und  deren  Umwandlung  in  eine  Zweigniederlassung  die  Fabrikation  vernickelter
Waren  in  größerem  Umfang  übernommen,  zu  der  sich  späterhin  in  derselben  Zweiganstalt
die  Herstellung  kunstgewerblicher  Erzeugnisse  in  Kupfer  und  Messing  gesellte.
Weitere  Filialfabriken  befinden  sich  in  Berlin,  Wien  und  Warschau.
            
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