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J. W. Zanders,
Papierfabrik, Bergisch-Gladbach
Verwaltungsgebäude der Firma J. W. Zanders.
Die Firma ist im Jahre 1822 gegründet, fertigt Zeichen-, Schreib-, Bücher-, Kunstdruck-,
Karton- und alle anderen Arten Feinpapiere an und beschäftigt zurzeit 1700 Beamte und
Arbeiter. Ungefähr 160 Arbeiter können auf eine mehr als 25 jährige Tätigkeit zurückblicken,
51 Meistern, Arbeitern und Arbeiterinnen wurden vom Kaiser Ordensauszeichnungen verliehen.
Die ausgedehnten Wohlfahrtseinrichtungen werden seit dem Jahre 1906 vom Wohlfahrts
bureau aus von einem eigens dafür angestellten Sozialbeamten verwaltet und kommen
sowohl den Beamten als auch den Arbeitern zugute.
RUHEGEHALT. Sämtliche Beamte, Beamtinnen und Meister haben nach 10 jähriger
Dienstzeit Anspruch auf Ruhegehalt, das eine Höhe von 4000 M. erreichen kann. Auch
die Arbeiter und Arbeiterinnen erhalten neben der Invaliden- oder Altersrente eine Pension
von der Firma, im Jahre 1912 wurden an 65 Pensionäre ca. 16 000 M. ausbezahlt. Die
jenigen Beamten und Beamtinnen, die von der zuständigen Berufsgenossenschaft nicht
aufgenommen werden können, sind von der Firma bei einer Unfallversicherungs
gesellschaft gegen alle Unfallschäden versichert.
BISMARCKSTIFTUNG. Neben einem Fonds, aus dem Unterstützungen in beson
deren Notfällen
gezahlt werden, be
steht innerhalb der
Firma die am 1.
April 1895 ins Le
ben gerufene Bis
marckstiftung, de
ren Zinsen vom Ar
beiterausschuß an
bedürftige Arbeiter
verteilt werden. Die
zu militärischen
Übungen einberu-
fenen verheirateten
Arbeiter erhalten
Wohlfahrtsbureau
und Fabrikfortbildungsschule der Firma J. W. Zanders.
neben den staat
lichen Unter
stützungen wäh
rend der Übungszeit
zwei Drittel ihres
Lohnes ausbezahlt.
EINRICHTUN
GEN FÜR DAS GE
SUNDHEITLICHE
WOHL. Um das ge
sundheitliche Wohl
ihrer Beamten und
Arbeiter zu fördern,
gewährt die Fir
ma Urlaub unter