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Weltporto:
25 Centesimi.
Die Kolonie Erythräa wird schon längst von der Post des Mutter
landes mitverwaltet und hatte schon einige Jahre vor dem britischen Kolo
nialporto von 1898 ermässigte Taxen 2 ). Dem Weltpostverein gehören Benadir
und Erythräa erst vom 1. Juli 1904 ab an 3 ). lieber den Postverein Italiens
mit Albanien, Greta, Aegypten und Tunis wird, an anderer Stelle be
richtet (S. 277 f.).
3. D er britische Kolonialreichs'Postverein.
(Seit Weihnachten 1898.)
Mitglieder:
qkm:
Mül. Einw.:
a)
Grossbritannien und Irland
314 869
44,6
h)
Britische Besitzungen in
Europa (Mittelmeer)
328
0,24
Asien
5 184 015
302,51
Australien und Ozeanien
8 257 333
5,99
Amerika
10 340 672
8,31
Afrika
5 774 844
31,14
c)
Aegypten (türk. Vasallenstaat unter brit. Ein
fluss) mit dem Sudan (ägypt. - engl. Con-
dominium)
3 029 668
14,52
Gesamtgebiet:
32 901 729
407,31
Vereinsporto, das sog. Imperial Penny Postage (nur für Briefe):
Briefe-, 1 Penny (8Va Pf) für jede 1 / 3 Unze (= 14,17 g). Neuerdings mit
einigen Ausnahmen 1 Penny für jede Unze = 28,34 g 4 * ). Dieses
Yereinsporto gilt aus Grossbritannien oder Aegypten nach den Kolo
nien und nach Aegypten oder unter den Kolonien im Verkehr mit
einander oder mit Aegypten und England. In Canada beträgt es
entsprechend 2 Cents (= 8,4 Pf.), in Britisch - Indien 1 Anna
(= 1 Penny), in Ceylon 6 / 10l) Rupie (= 8,IG Pf.), in Singapore und
Hongkong 4 Cents (mexikanisch oder ostasiatisch) = 8—8,4 Pf. Nur
aus Australien nach England, Aegypten und den britischen Kolo
nien zahlte man bisher und zahlt man auch jetzt wohl noch 2 Pence
(17 Pf.), dem australischen Inlandsporto entsprechend,
während in umgekehrter Richtung nur 1 Penny erhoben wird.
2) „Archiv f. P. u. T.“ 1899, S. 792.
«) Vgl. „Union postale“ 1904, S. 188.
4 ) Vgl. „D. Verk.-Ztg.“ (Berlin) 1908, Nr. 41, S. 520. Der Zeitpunkt, wann diese neue
Gewichtserhöhung aut'l Unze stattfand, war anscheinend der 1. Oktober 1907, wo ja auch
im internationalen Verkehr 20 g als einfaches Briefgewicht in Kraft traten, ln England
wird statt dessen eine Unze (28,84 g) angosotzt. Dem „Archv f. P. u. T," 1908, S. 379, ist
ebenso zu entnehmen, dass diese Gewichtserhöhung auf 1 Unze am 1. Oktober 1907 Platz
griff und mit einigen Ausnahmen allgemein im Verkehr mit den Kolonien eingeführt
wurde. Für Warenproben, Drucksachen und Geschäftspapiere gilt im
britischen Kolonialreichsverkehr ein erhöhtes Meistgewicht (2 1 .., kg).