Full text : Weltporto-Reform

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Penny-Porto-Verkehr  eröffnete.  Wenn  man  jetzt  sclion  von  Neuseeland ­
  nach  Mexiko  nur  einen  Penny  bezahlt,  so  wäre  ein  gleiches
für  ganz  Australien  im  Verkehr  mit  den  Vereinigten  Staaten  noch  natürlicher, ­
  aber  ebenso  für  Indien  usw.
Da  dieser  Wechselverkehr  zurzeit  nur  sehr  klein  ist,  so  wäre  der
etwaige  Ausfall  gar  nicht  nennenswert.  Ägypten  schickte  1906  nur  215  000
frankierte  Briefe  nach  Nordamerika  (V.  St.),  Britisch  -  Indien  159  000,
Australien  etwa  275  000,  Neu-Seeland  bloss  1385,  und  der  Verkehr  aus  der
Union  in  diese  Länder  würde  vielleicht  ebenso  gross  sein,  rund  700  000
Briefe.  Die  Ausfälle  kämen  also  gar  nicht  in  Betracht;  dagegen  würde  der
weiteren  Ausbreitung  des  Welt-Penny-Portos  damit  ein  erheblicher  Dienst
geleistet  werden.  Denn  dieses  Beispiel  würde  nicht  ohne  Polgen  bleiben.

14.  Die  Postvereine  Deutschlands  mit  fernen  überseeischen
Ländern.
a)  Der  Postverein  Deutschlands  nebst  den  Kolonien  mit  Marokko
(seit  dem  15.  November  1907),
vermittelst  der  14  deutschen  Postanstalten  in  Marokko,  die  im  Verkehr  mit
Deutschland  und  seinen  Schutzgebieten  im  wesentlichen  den  inneren
deutschen  Tarif  für  Briefpostsendungen  aller  Art  anwenden.  (Näheres
darüber  S.  293,  295  }
b)  Der  Postverein  Deutschlands  nebst  den  Kolonien  mit  China
(seit  dem  1.  Juli  1908),
vermittelst  der  14  deutschen  Postanstalten  in  14  Städten  Chinas  (ohne  Einrechnung ­
  Kiautschous),  die  im  Verkehr  mit  dem  Deutschen  Reich  und
seinen,  Kolonien  sowie  mit  den  deutschen  Postämtern  Marokkos  das  interne
deutsche  Briefpostporto  benutzen.  (Vgl.  S.  301,  307  f.)
c)  Der  Postverein  Deutschlands  mit  den  Vereinigten  Staaten.
(Vom  1.  Januar  1909  ab.)
ftebietsgrösse:  540  777  -j-  9  420  670  =  9  961  447  qkm.
Einwohnerzahl:  63  -f-  84  =  147  Millionen  Menschen.
Am  3.  Dezember  1908  brachten  die  Zeitungen  die  überraschende  und
erfreuliche  Mitteilung,  dass  Deutschland  und  die  Vereinigten  Staaten  von
Nordamerika  ein  Abkommen  geschlossen  hätten,  wonach  vom  1.  Januar  1909
ab  das  Briefporto  im  direkten  gegenseitigen  Seeverkehr  auf
10  Pf.  für  je  20  g  (aus  Deutschland)  oder  2  Cents  (8,4  Pf.)  für  jede
Unze  (28,34  g)  (aus  Amerika)  festgesetzt  wird.
Bei  Briefen,  die  über  Prankreich  oder  England  gehen  und  dann
gewöhnlich  noch  Holland  oder  Belgien  passieren,  bleibt  das  Weltporto  von
20  Pf.  für  die  ersten  20  g  und  10  Pf.  für  weitere  20  g  oder  5  Cents  (21  Pf)
für  die  erste  Unze  (28,34  g)  und  3  Cents  (12,6  Pf.)  für  jede  weitere  Unze
bestehen,  entsprechend  den  Sätzen  des  "Weltpostvertrags  (1906)  von  25  und
15  Centimes.
            
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