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ORDENSJÄGEREI
anschaulichen. Genau in der gleichen Weise, wie sich im mo-
dernen Militärstande die verschiedenen Chargen und Auszeich-
nungen durch schmale und breite Streifen und Litzen, durch
silberne und goldene Tressen und Knöpfe,’ durch mehr oder
weniger kostbare Federbüsche u. dgl. charakterisieren, genau
in derselben Weise ist bei diesen Indianern nach Maßgabe ihrer
Taten einem jeden Krieger bestimmt, welche Art von Federn,
wieviele, von welcher Form und Färbung er als Auszeichnung
für seine Heldentaten zur Schau tragen darf.
Abb. 161, Maßnahme gegen die Personenreklame,
(Die Gleichheit: Flugblatt aus der franz. Revolution, welches die Wegnahme
der Orden durch die Revolutionäre darstellt, 1792.)
Das Streben nach diesen äußeren Qualitätsbezeichnungen
hat weder in Frankreich zufolge der Revolution noch in den
Ländern der Mittelmächte nach den politischen Umwälzungen
durch den großen Weltkrieg nachgelassen. Mit Rücksicht
auf die Wirkungen, welche diese Auszeichnungen hervorbringen,
sind jedoch die auf ihre Erlangung gerichteten Bestrebungen
deshalb nicht gering zu schätzen, weil selbst Menschen, die die
mit der Auszeichnungsverleihung vielfach verbundenen Um-
stände kennen sollten, sich durch die Tatsache des Besitzes der
Auszeichnung allein doch zu einem günstigen Voru rteil für