Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Auch über die Art der Verteilung liegen Beschwerden vor. 
Während im Regierungsbezirk Arnsberg die Verteilung durch 
die Werksverwaltungen erfolgt, geschieht die Verteilung im 
Stadt- und Landkreise Recklinghausen durch die Gemeindever 
waltungen. Die Folge ist, daß Bergleute, die im Regierungs 
bezirk Arnsberg wohnen und im Stadt- und Landkreise Reck 
linghausen arbeiten, allerhand Laufereien haben, bevor sie die 
ihnen zustehenden Brot- oder Mehlmengen erhalten. 
Zweifellos wäre es besser gewesen, wenn die Verteilungs 
weise einheitlich geregelt worden wäre. 
Es bedarf wohl keines Hinweises, daß die Bergleute die 
ihnen zugedachten Brot- oder Mehlmengen zur Aufrechterhaltung 
ihrer Arbeitskräfte dringend bedürfen und bitten wir Eure Ex 
zellenz für eine einheitliche Regelung sowohl der Art der Ver 
teilung, wie auch der auf den Kopf und pro Tag fallenden Menge 
Sorge zu tragen. 
Hochachtungsvoll ergebenst 
Der Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands. 
Streik ans Neu-Cöln. 
Telegramm vom 7. Juli 1916. 
Kriegsernährungsamt Berlin. 
Auf der Zeche Neueöln in Essenborbeck ist heute früh Beleg 
schaft größtenteils, weil es an Lebensmitteln fehlte, in den 
Streik getreten. Die kürzlich bewilligten Brotzusatzmengen 
waren noch nicht ausgegeben. Auch auf anderen Zechen fehlt es 
in dieser Beziehung sehr. Wir bitten dringend, sofort eine ein 
heitliche Anweisung über Art der Verteilung und Personenkreis 
sowie pro Tag und Kopf entfallende Menge zu erlassen. Da es 
überall an Kartoffeln fehlt, so ist bei dieser mangelhaften Ver 
teilung die Unzufriedenheit unter den Bergleuten am Wachsen. 
Schnelle Abhilfe tut not. 
Vorstand des Bergarbeiter-Verbandes. 
Hs Hs Hs 
Es wurde Abhilfe geschaffen.
	        
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