Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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politischer Hinsicht soweit wie nur möglich entgegengekommen 
wird. Dies sei der Tank des Vaterlandes, das beste Denkmal, 
das wir unseren Gefallenen für ihre Hinterbliebenen fetzen 
können. 
Reform und Ausbau sind nicht nur notwendig, sondern auch 
dringlich. Gewiß wird es nicht an Stimmen fehlen, die unter 
Hinweis auf die wirtschaftliche Gesanitlage und die erhöhten An 
forderungen, welche der Staat an die Steuerkraft der Nation 
stellt, den gegenwärtigen Zeitpunkt als wenig geeignet für eine 
Ausdehnung sozialer Maßnahmen halten. Doch dies darf un 
sere einsichtigen Parlamentarier nicht davon abhalten, mit aller 
Kraft für die von uns vorgeschlagenen Reformen einzutreten, 
denn nur ein auf sozialem Gebiet hochstehendes Volk wird im 
stande sein, die Zukunftsaufgaben, die ihm gestellt, zu erfüllen. 
Je mehr Elend und Not in unserem Vaterlande zurückge 
drängt und die Fürsorge um Kranke, Invaliden und Hinter 
bliebenen verstärkt wird, desto größer wird die Liebe zur Heimat 
erde, desto stärker die Volkskraft, die wir im Konkurrenzkampf 
gegen andere Staaten erst recht nach Friedensschluß benötigen. 
Es muß deshalb darauf gesehen werden, daß im Krieg, der 
sowie! Elend geboren hat, das Segenswerk der Reformierung 
unserer sozialen Gesetzgebung weiter fortschreitet und der Dank 
all derer, die um das tägliche Brot kämpfen, die nicht mit Glücks- 
gütern gesegnet sind, ist gewiß, Sticht Steinbildnisse von kaltem 
Marmor sollen von diesem Kriege, von dem Opfermut des deut 
schen Volkes zeugen, sondern ein Werk, das von warmer Liebe 
spricht: Der Ausbau der sozialen Gesetzgebung. 
Mit hochachtungsvollem Glückauf! 
Der Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands. 
Eingabe des Verbandsvorstandes um Abänderung bzw. 
Verbesserung des Knappschaftsgesetzes. 
B o ch u in, den 17. Oktober 1917. 
An Se. Exzellenz, den Herrn Handelsminister Dr. Sydow und 
das Hohe Haus der Abgeordneten, Berlin. 
Beauftragt von den im Verbände der Bergarbeiter organi 
sierten Knappschaftsmitglicdern erlaubt sich der Unterzeichnete, 
folgende Abänderung des 7. Titels des Berggesetzes sowohl 
Ew. Exzellenz als auch dem Hohen Haus der Abgeordneten zu 
unterbreiten, mit der Bitte, die vorgeschlagenen Aenderungen 
befürworten sowie in das Knappschaftsgesetz aufnehmen zu 
wollen. 
1. Im 8 3 des Knapvschafrsgesetzes ersuchen wir im ersten 
Absatz in der ersten und zweiten Zeile folgende Worte zu 
streichen: „für welche neue Knappschastsvereiue gegründet, so 
wie die Bestimmung". 
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