Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Falls  die  Grubengesellschaften  kein  Verständnis  für  die  Notwendigkeiten ­
  der  geforderten  Verdienste  beweisen,  sollen  die  zuständigen ­
  Schlichtungsausschüsse  angerufen  werden.
Da  die  Lage  der  Arbeiterschaft  eine  derart  ungnüstige  geworden ­
  und  der  Wille  zur  Verbesserung  der  Löhne  im  Revier
allgemein  ist,  darf  erwartet  werden,  daß  den  berechtigten  Anforderungen ­
  der  Arbeiterschaft  Rechnung  getragen  wird.  Voraussetzung ­
  ist  natürlich,  daß  jeder  Einzelne  seine  volle  Pflicht  tut,
um  die  gestellten  Forderungen  durchzusetzen.
Verband  der  Bergarbeiter  Deutschlands.
Deutscher  Metallarbeiter-Verband.
Verband  der  Fabrikarbeiter  Deutschlands.
Verband  der  Maschinisten  und  Heizer  Deutschlands.
p»  Gcwerkverein  H.-D.

Bcrgarbcitcrsvrderungcn  ans  Kricgsamt.
Im  Z  w  i  ck  a  u°  und  Lugau-Oelsnitze^  Revier
ist  den  Bergarbeitern  auf  ihre  am  18.  Dezember  1917  erhobenen
neuen  Forderungen  eine  weitere  Teuerungszulage  von  80  Pf.
je  Schicht  für  Arbeiter  über  21  Jahre,  40  Pf.  für  Arbeiter  von
16—21  Jahren  und  20  Pf.  für  jugendliche  und  weibliche  Arbeiter, ­
  sowie  eine  Erhöhung  der  monatlichen  Kinderzulagen  von
4  auf  6  Mk.  für  jedes  Kind  bewilligt  worden.  Da  diese  Zulagen
allgemein  als  unzureichend  bezeichnet  wurden,  haben  die  Organisationsleitun,gen ­
  in  einer  weiteren  Eingabe  an  die  Werksbesttzer
  um  nochmalige  Prüfung  der  Bergarbeiterforderungen  ersucht. ­
  Sie  erhielten  aber  vom  Bergbaulichen  Verein  für  Zwickau
und  Lugau-Oelsnitz  eine  ablehnende  Antwort,  worin  gesagt
wurde,  die  Werksbesitzer  seien  in  der  Lohnfrage  soweit  entgegengekommen, ­
  als  es  ihnen  möglich  war.  Auf  Beschluß_  der
Vertrauensleute  der  Bergarbeiter  wandten  sich  die  Organisationsleitungen ­
  daraufhin  am  18.  März  erneut  mit  einer  Eingabe ­
  an  die  Kriegsamtsstelle  in  Leipzig.  Wir  haben  über  alles
das  in  Nr.  12  und  14  der  „Bergarbeiter-Zeitung"  berichtet.  Auf
ein  Schreiben  der  Kriegsamtsstelle  antworteten  die  Organisationsleitungen ­
  dann  mit  folgender  Eingabe:
Zwickau,  den  26.  April  1918.
An  die  Kriegsamtsstelle
in  Leipzig.
Der  Kriegsamtsstelle  Leipzig  bestätigen  wir  hiermit  den
Empfang  des  Schreibens  vom  30.  März  1918  (Nr.  18932  N.  A.)
in  Sachen  unserer  Eingabe  vom  18.  März  1918  betreffend  die
Forderungen  der  Bergarbeiter  in  den  Bergrevieren  Oelsnitz-Luaau
  und  Zwickau.  Die  Kriegsamtsstelle  vermißt  in  unserer
Eingabe  in  einzelnen  Punkten  Angaben  bestimmter  Tatsachen
bezw.  Werke.
            
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