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linge 35 Prozent, für Förderleute 35 bis 45 Prozent, für Tagesarbeiter
15 bis 35 Prozent. -- Auf Schacht II betrugen die Gewinne
(Ausbeuten) im gleichen Monat vor 25 Prozent aller
Oerter 70 Prozent und darüber, vor 26 Prozent Oertern 38 bis
50 Prozent, vor 60 Prozent Oertern 61 bis 69 Prozent, für
Zimmerlinge und Reparaturarbeiter 30 bis 65 Prozent, für
Tagearbeiter 8 bis 37 Prozent; 85 Prozent aller Zimmerlinge
und Reparaturarbeiter erreichten jedoch nur 30 bis 40 Prozent
Gewinn.
Von dem Werk Helene-Jda im Oelsnitz-Lugauer Reviere
wird uns berichtet: Auch hier wird Scheingcdinge festgestellt
und als Beweis auf die Betriebspunkte Nr. 63 und 54 auf der
dritten Sohle hingewiesen. Am Monatsschluß kommt der Gewinnzettel
heraus. Darauf ist angegeben, wieviel überall draufgelegt
werden mußte-Von
den Hedwigschächteu: Die Gedinge sind fast überall
Scheingedinge, nur bei einzelnen Oertern kommt die Belegschaft
mit dem Gedinge auf den Lohn, der ausgezahlt wird. Wenn
mit der Kohlenförderung im Gedinge es nicht ausreicht, so wird
vom Steiger die Reparatur und sonstige Nebenarbeit etwas erhöht,
so daß die Mannschaft stets im Unklaren darüber ist, was
verdient wurde.
Deutschland-Vereinsglück: Hier werden die Gedinge in der
Obersteigerstube gemacht, die Belegschaft in der Grube erfährt
überhaupt in den meisten Fällen nichts. Das Gedinge wird
dann in der Mannschaftsstube ausgehängt, ob damit etwas verdient
werden kann oder nicht, danach fragt niemand. So sind
die Arbeiter immer auf die Gnade der Grubenbeamten angewiesen.
Augustaschacht: Das Gedinge ist meistens Formsache. Vor
vielen Betriebspunkten wird mit dem gestellten Gedinge das
nicht verdient, was ausgezahlt wird.
Vorstehende Angaben sind die wörtlichen Wiedergaben der
uns aus den Belegschaften zugegangenen Berichte.
Auch hinsichtlich der Frage der Schichtzeitverkürzung können
wir naturgemäß nur auf das uns durch unseren Verkehr mit den
Bergarbeitern von diesen so vielseitig vorgetragene Verlangen
hiernach allgemein hinweisen. In allen Zusammenkünften der
Bergarbeiter werden von diesen übereinstimmend fortgesetzt lebhafte
Klagen über die gesundheitlich so ruinöse lange Schichtzeit
vorgebracht. Am 14. d. Mts. hat auch eine von rund 1000 Personen
besuchte Versammlung der Belegschaft der Zwickauer
Brückenberggewerkschaft den Arbeiterausschuß beauftragt, mit
der Werksverwaltung über dir baldige Wiedereinführung der
achtstündigen Schichtzeit zu verhandeln. Wir gestatten uns, den
im hiesigen Sächsischen Volrsblatt über diese Versammlung erschienenen
Bericht hier beizufügen.