Full text : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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hinzuweisen,  worin  festgestellt  wird,  daß  eine  sechsköpfige  Familie ­
  zur  Beschaffung  der  täglichen  Lebensmittel  11,24  Mark
benötige.  Damit  sind  auch  die  vorstehend  aufgestellten,  bescheidenen ­
  Forderungen  vollauf  gerechtfertigt.
Indem  >vir  den  Vorstand  des  Berg-  und  Hüttenmännischen
Vereins  bitten,  seinen  Mitgliedern  die  Erfüllung  der  Forderungen ­
  wärmstens  empfehlen  zu  wollen,  zeichnen
mit  hochachtungsvollem  Glückauf!
(Folgen  Unterschriften  der  vier  Bergarbeiterverbände.)

Lohneingabc  an  den  Saarfiskus.
Eine  gemeinsame  Lohneingabe  an  die  fiskalische  Bergverwaltung, ­
  um  wenigstens  einen  Ausgleich  zwischen  Löhnen  und
Teuerung  herbeizuführen,  lautet:
Saarbrücken,  den  10.  August  1918.
An  die  Königliche  Berawerksdirektion,  Saarbrücken.
Die  Vertreter  der  unterzeichneten  Verbände  danken  freundlickst
für  die  telephonische  Einladung  zur  Besprechung  der  Lohnerhöhung.
Sie  nehmen  Bezug  auf  die  durch  die  Lagespresse  gegangene  Mitteilung
über  die  in  Aussicht  gestellte  Lohnerhöhung  und  unterbreiten  hiermit
die  Wünsche  der  Belegschaften  des  Saarrevrers:
Die  Belegschaften  wünschen:
1.  Die  Erhöhung  des  Durchschnittslohnes  der  Klasse  I  aus  13,50
Mark,  des  weiteren  wünschen  sie  die  Vermeidung  von  Löhnen
unter  12,50  Mark  bet  normaler  Leistung  an  Hauer;
2.  Die  Erhöhung  des  Durchschnittslohnes  für  die  Klassen  II  und
III  auf  11,50  Mark;  Löhue  unter  10,50  Mark  sind  für  die
erwachsenen  Arbeiter  dieser  Klassen  zu  vermeiden.
3.  Die  Erhöhung  der  Löhne  für  Arbeiter  und  Arbeiterinnen  der
Klaffen  IV  und  I'  um  je  1  Mark  pro  Schicht.
4.  Einen  Lohnzuschlag  für  Sonntagsschichten  von  50  Prozent,  und
für  Neben-  und  Ueberschichten  in  der  Woche  von  30  Prozent.
Die  Wünsche  von  1.  bis  4.  sind  unter  Ausschluß  der  Berechnung
des  Kindergeldes  zu  verstehen.
Die  unterzeichneten  Vertreter  der  Verbände  sprechen  die  Hoffnung
aus,  daß  die  Königliche  Bergwerksdirektion  alles  tut,  um  die  berechtigten ­
  Wünsche  der  Belegschaften  zu  erfüllen.
Mit  hochachtungsvollem  Glückauf!
Für  den  Verband  der  Bergarbeiter  Deutschlands:
I.  A.:  Franz  Pokornh.
Für  den  Gewerkverein  christlicher  Bergarbeiter  Deutschlands:
I.  A.:  Fritz  Kuhnen.
            
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