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der unterzeichneten Verbände zu einer persönlichen Rücksprache
über vorliegende Eingabe gern bereit sind.
Gewerkverein der Bergarbeiter (H.-D.).
Poln. Berufsvereinigung (Abt. Bergarb.)
Gcwerkverein christlicher Bergarbeiter.
Verband der Bergarbeiter Deutschlands.
* * *
Aus diese Eingabe ging folgende Antwort ein:
Essen, den 1. April ISIS.
Ihre dem Vorsitzenden unseres Verbandes, Geheimen Finanzrat
1)r. Huaenberg. zugestellte Eingabe vom 26. März d. I. ist an die
unterzeichnete Geschäftsführung weiter gegeben worden. Wir werden
binnen kurzem darauf zurückkommen.
Mit Glückauf!
Die Geschäftsführung. I. A.: Kratz.
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Da die versprochene Antwort lange auf sich warten ließ,
erinnerten die Vcrbandsvorstände am 23. April den Zechen
verband an den Bescheid. Endlich ging er am 27. April ein.
Er war rund ablehnend tind lautete:
Ihr Antrag auf Gewährung einer Teuerungszulage in Höhe von
60 Pf. für den verheirateten und 40 Pf. für den unverheirateten Ar
beiter wird mit der für die Belegschaften infolge der Steigerung der
Lebensmittelpreise gegenwärtig bestehenden schwierigen Lage wie mit
dem Hinweis auf de amtliche Lohnstatistik begründet, die für das letzte
Jahresviertel 1914 gegenüber dem 2. Viertel einen Lohnrückgang von
durchschnittlich 19 Pf. für eine Schicht erkennen lassen.
Nach den Rückfragen, die wir bei den uns angeschlossenen Zechen
gehalten haben, glauben wir, daß hierbei die durch den Krieg hervor
gerufene Verschiebung in der Zusammensetzung der Belegschaft, sowie
die inzwischen bereits- wieder eingetretene und sich seit Wochen un
unterbrochen fortsetzende Erhöhung der Löhne nicht ausreichend be
rücksichtigt wird.
. Da uns das Ergebnis der Erhebungen, die über diese Fragen von
den Zechenverwaltungen eingeleitet sind und die in Kürze zu erwartende
Lohnstatistik für das 1. Vierteljahr 1916 noch nicht vorliegen, möchten
wir die zahlenmäßige Begründung unserer obigen Auffassung bis zum
Fertigwerden dieser Unterlagen verschieben und werd n demgemäß auf
Ihre Eingabe zurückkommen.
Gegen die Gewährung einer Teuerungszulage sprechen nach den
Aeußerungen, die uns von den Zechenverwaltungen zugegangen sind,
grundsätzliche Bedenken schwerwiegender Art.
Die beantragte Zulage von 40 bis 60 Pf. für die Schicht würde
die Förderung um etwa 60 bis 76 Pf. für die Tonne verteuern, bei