Full text: Kaufmanns Herrschgewalt

im westlichen Pennsylvania. 
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dieser Bohrer nötige Gasfeuerung wird durch schmälere Röhren 
von den beiden Gasquellen herbeigeschafft. Nachdem ein acht Zoll 
großes Loch bis zu einer Tiefe von etwa 500 Fuß gebohrt ist, 
wird eine schmiedeeiserne Röhre so angelegt, daß sie das Wasser 
ausschließt. Das Loch wird dann in einem Durchmesser von 
sechs Zoll so lange weitergebohrt, bis man auf Gas trifft; sobald 
man soweit gelangt, wird eine weitere Röhre von vier Zoll Durch 
messer angelegt. Man braucht vierzig bis sechzig Tage zum Ab- 
täufen der Quelle und zur Gewinnung des Gases. Die bis jetzt 
größte Gasquelle ergibt 30 Millionen Quadratfuß Gas in vierund 
zwanzig Stunden; man schätzt, daß etwa die Hälfte davon auch 
jede andere gute Quelle ergeben muß. Der Druck des Gases, bei 
seinem Ausfluß aus der Mündung der Quelle ist beinahe oder 
ganz gleich 200 Pfund auf jeden Quadratzoll. Eine der von mir 
untersuchten Spurweiten zeigte einen Druck von 187 Pfund. Sogar 
bei unseren Werken, die neun Meilen von der Quelle entfernt 
liegen, beträgt der Druck noch immer 75 Pfund auf den Quadrat 
zoll. Bei einer der Gasquellen wurde eine Zufuhr von reinem 
Wasser wünschenswert; ich errichtete eine kleine Dampfmaschine, 
getrieben ohne jede Hilfe durch den Druck des von der Gasquelle 
einsteigenden Gases; auf diese Weise wurde voller Wasserzufluß 
von einer Quelle im Tal erlangt. Selbstverständlich hat man ver 
schiedene Theorien über die Ursprungsart und Ausdehnung dieses 
Gasgürtels aufgestellt. Die Zahl der im Murraysvillebezirk ge 
bohrten Quellen läßt diesen Gasgürtel auf eine halbe Meile Um 
fang schätzen, ja südöstlich von Murraysville sogar in einer Aus 
dehnung von fünf bis sechs Meilen. Die darüber hinausgebohrten 
Quellen ergaben solch ungeheuren Strom von salzigem Wasser, 
daß dieser das Gas nahezu ertränkte; wenn auch hier etwas Gas 
zutage kam, waren doch die gewonnenen Gasmengen für irgend 
welche Ausnützung nicht bedeutend genug; sie bewiesen eben 
nur, daß überhaupt Gas vorhanden war. Sachverständige nehmen 
daher an, daß unter den Gasquellen große Salzwasserflächen 
existieren müssen. Verschiedene Quellen sind in der Stadt Pittsburg 
und deren Umgebung gebohrt worden; doch auch hier hat das 
Salzwasser gleichen Schaden für das Gas angerichtet. Ein mir 
befreundeter Geologe belehrte mich, daß die Bodenlage ungefähr
	        
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