Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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ünundzwanzigstes Kapitel. 
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ald wir den kapitalistischen Produktionsprozeß im beständigen Fluß 
ner Erneuerung betrachten. Aber er muß doch irgendwo und 
"'sendwann anfangen. Muß man nicht von unserm bisherigen Stand- 
Unkt aus annehmen, daß der Kapitalist irgendeinmal durch irgend- 
Re, von unbezahlter fremder Arbeit unabhängige, ursprüngliche 
\kkumulation von Geld, etwa durch Ersparungen aus den Ergeb- 
sen seiner eigenen Arbeit, Geldbesitzer ward, und daher den 
(arkt als Käufer von Arbeitskraft beschreiten konnte? Vorläufig 
"llen wir diese Lösung des Problems annehmen, das wir näher 
‚irachten werden in dem Kapitel über die ursprüngliche Akkumula- 
| Indes bewirkt die bloße Kontinuität des kapitalistischen Produk- 
„üSprozesses, oder die einfache Reproduktion, noch andere sonder- 
nn Wechsel, die nicht nur den variablen Kapitalteil ergreifen, son- 
n das Gesamtkapital. 
„_ Beträgt der mit einem Kapital von 1000 Pfd. Sterl. periodisch, 
A Beispiel jährlich, erzeugte Mehrwert 200 Pfd. Sterl. und wird 
nt Mehrwert jährlich verzehrt, so ist es klar, daß nach fünf- 
ah Wiederholung desselben Prozesses die Summe des ver 
" ten Mehrwertes — 5 X 200 ist oder gleich dem ursprünglich 
ja Schossenen Kapitalwert von 1000 Pfd. Sterl. Würde der jähr- 
% © Mehrwert nur teilweise verzehrt, zum Beispiel nur zur Hälfte, 
leg 28äbe sich dasselbe Resultat nach zehnjähriger Wiederholung 
%) Produktionsprozesses, denn 10 X 100 — 1000. Allgemein: Der 
1 Chossene Kapitalwert, dividiert durch den jährlich verzehrten 
ex ort, ergibt die Jahresanzahl oder die Anzahl von Reproduktions- 
am den, nach deren Ablauf das ursprünglich vorgeschossene Kapital 
Kapitalisten aufgezehrt und daher verschwunden ist. 
fen Die Vorstellung des Kapitalisten, daß er das Produkt der frem- 
Ach Unbezahlten Arbeit, den Mehrwert, verzehrt und den ursprüng- 
in " Kapitalwert erhält, kann absolut nichts an der Tatsache 
en Nach Abfluß einer gewissen Jahreszahl ist der von ihm 
acte Kapitalwert gleich der Summe des während derselben 
hm ©8zahl ohne Aequivalent angeeigneten Mehrwertes, und die von 
Verzehrte Wertsumme gleich dem ursprünglichen Kapitalwert. 
tens Werdings behält er in der Hand ein Kapital, dessen Größe sich 
Big Verändert hat, wovon ein Teil, Gebäude, Maschinen usw., be- 
fer po rhanden war, als er sein Geschäft in Gang brachte. Aber 
Nato andelt es sich um den Wert des Kapitals und nicht um seine 
Iüre nllen Bestandteile. Wenn jemand sein ganzes Besitztum da- 
Az aufzehrt, daß er Schulden aufnimmt, die dem Wert dieses Be- 
ir “a gleichkommen, so repräsentiert eben das ganze Besitztum 
I 26 Gesamtsumme seiner Schulden. Und ebenso, wenn der 
yo etertigten Gegenstandes zurückerstattet wird.“ (A. Smith: „Wealth of 
Iran >» b. IL, ch. 3.) [Vgl. „Untersuchung über das Wesen und die 
der) ©n des Volkswohlstandes“, übersetzt von F. Stöpel, 2. Auflage. 
" 1906, Ba. IL, S. 77.1]
	        
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