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III. Silberwährung.
in sich selbst voll besaß. Man beachte wohl: die Regierang der
Vereinigten Staaten konnte bis jetzt deshalb solchen Erfolg mit
ihren Silberdollars haben, weil sie eine immerhin nur begrenzte
Anzahl davon ausgab und fähig war, diese mit Gold einzulösen.
— Es ist gerade so, als wenn eine Privatperson ein Stück Papier
nimmt und darauf schreibt: „Das ist gut für einen Dollar, und
ich verspreche, soviel dafür zu zahlen.“ Solches würde man „ge
machtes“ Geld nennen. Fraglich bleibt es nur: wie lange werden
die Leute solche Papierstückchen nehmen? Würde nicht irgendein
Argwöhnischer sehr bald der Meinung Ausdruck geben, daß die
betreffende Person zu viele solcher Papierstückchen ausgibt? In
solchem Falle verlören diese Papierstückchen jedes Vertrauen;
die Leute kämen in Zweifel, ob die betreffende Person wirklich
mit Dollars dafür zahlen könne, und von diesem Augenblicke
dürfte sie keine weiteren Stücke mehr ausgeben. Ganz dasselbe
ist es mit den Regierungen; alle sind imstande, ihre kleinen
Münzen im Vollwert zu erhalten, selbst dann, wenn ihr reiner
Metallwert dem darauf aufgeprägten Wert nicht entspricht; das
müßte eine armselige Regierung sein, welche die Welt nicht dazu
brächte, einen Artikel als Geld von ihr zu nehmen, auch wenn
dieser Artikel nur Halbgeld ist. Allein, wohl gemerkt, solche
Regierung wird schnell ihren Kredit erschöpfen, sobald sie etwas
anderes für „Geld“ ausgibt, als das, was seinem eigentlichen
Gehalte nach in der ganzen Welt für „Vollgeld“ gilt. Jedwedes
Volk steht vor der Notwendigkeit, entweder sein minderwertiges
Geld umzuprägen oder seine Verpflichtungen nicht zu erfüllen
und so dauernden Gefahren und einem entehrenden Verlust seines
Kredits und seiner Stellung ins Auge zu blicken. — In vielen
Fällen wurde das „unterwertige“ Geld niemals eingelöst. Die
armen Leute hätten dann den Verlust zu tragen.
Immerhin zeigt das gegenwärtige Silbergesetz eine gute Eigen
schaft, welche, wenn man sie nicht etwa noch nachträglich be
seitigt, der Ausgabe von mehr unterwertigen Silberdollars Halt
gebieten dürfte. Es bestimmt, daß von den 41/2 Millionen Unzen
Silber, die jeden Monat eingekaüft Werden müssen, nur 2 Millionen;
das ganze Jahr über für die Prägungszwecke verwendet werden
dürfen. Darüber hinaus soll nur die für die Einlösung der Silber