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Jede Ursache ruft gewisse Wirkungen hervor, aber nach-
dem diese Wirkungen einmal bestimmt sind, und gerade
weil sie bestimmt sind, trennen sie sich und. erlangen eine
unabhängige Physiognomie. Einmal auf eigene Beine gestellt
streben sie ihrerseits danach, Ursache zu werden; sei es weil
sie selbst neue Wirkungen hervorbringen, sei es weil sie in
tausend Arten auf das, was anfangs ihre Ursache war,
zurückwirken.
In der speziellen Frage erscheint die Vertauschung von
Ursache (Arbeit) und Wirkung (Produkte) um so schwer-
wiegender, als sie mit einer andern Vertauschung, nämlich
der von Mittel und Zweck, zusammenfällt.
Der Endzweck der Menschen besteht in der Befriedigung
der eigenen Bedürfnisse. Die Produkte werden, soweit sie
dieser... Befriedigung dienen, selbst zu. Werkzeugen (Güter
zweiter Ordnung). Mit noch mehr Grund wird also die
Arbeit, durch die die Produkte gewonnen werden, zum
Werkzeug, und zwar niederen Ranges. Isoliert man in der
Kette die Arbeit von den Produkten, und prüft nur ihre Be-
ziehungen zueinander, darf man also behaupten, daß, wenn
die Produkte als direktes Gut betrachtet werden, die Arbeit
in bezug auf sie Werkzeug und Mittel ist.
In einer auf Arbeitsteilung beruhenden Gesellschaft pro-
duziert freilich jedes Unternehmen zum Verkauf und nicht
etwa um mit dem eigenen Produkt die Bedürfnisse der ent-
sprechenden Arbeiter, Angestellten und Kapitalisten direkt
zu befriedigen. Als unmittelbarer Zweck jedes. Unterneh-
mens ergibt sich weniger der, die Produkt-Quantitäten zu
erhalten, als vielmehr der, solche Produkte, die einen
bestimmten Mehrwert haben.
Das hängt jedoch gerade und nur von der Tatsache ab-
daß infolge der erwähnten Arbeitsteilung jedes Unternehmen
nur ein Produkt gewinnt, an dessen Konsum seine Mit-
glieder oft überhaupt keinen Anteil haben oder höchstens
— der Verschiedenartigkeit und dem Umfang ihrer Bedürf-
nisse gegenüber — mit einer unendlich kleinen Quote. Wenn
unter solchen Bedingungen jedes Unternehmen am Tausch-
wert des eigenen Produktes besonders interessiert ist, ist
diese Tatsache doch immer mit der andern verknüpft, daß,
je nach der größeren oder geringeren Höhe dieses Wertes
die «Quantität» der anderen Produkte größer oder geringer
wird, die es und seine Mitglieder sich verschaffen können,
sei es für die Anforderungen zur Fortführung der Produk-
tion, sei es für die eigenen persönlichen Bedürfnisse.