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gewerbes, der 1882 erst ein Zehntel betragen hatte, erheblich ge-
stiegen. Er betrug: 1882 ....10% des Gesamtpersonals
1895 ....14 »
1907 ....16 ”
Der Zuwachs im Baugewerbe kommt in erster Linie dem Hoch-
und Tiefbau selbst zustatten. Die Baunebengewerbe bleiben in ihrer
Ausbreitung dahinter (verhältnismäßig) zurück. Nur wenige Bau-
nebengewerbe, zum Beispiel die Steinsetzerei, haben sich verhältnis-
mäßig stärker ausgedehnt als der Hoch- und Tiefbau. Beim Hoch- und
Tiefbau liegt die Zunahme um 200 % des Standes von 1882, bei der
Steinsetzerei um 240 %, bei den übrigen Baunebengewerben zwischen
20 und 170 %,
Parallel mit der beim Personal festzustellenden Zunahme geht
in der Zeit zwischen 1882 und 1907 eine Zunahme an Betrieben. Sie
fällt fast ausschließlich in die Zeit von 1882 bis 1895, in der sich die
Betriebszahl um rund ein Viertel vergrößert hat. Diese Zunahme
bleibt jedoch erheblich hinter der Verdoppelung des Personals
zurück. Von 1895 bis 1907 ist die Betriebszahl nur um ein weniges
angewachsen (7 %), während die Personenzahl sich weiter um rund
die Hälfte vergrößert hat.
Diese ungleiche Zunahmetendenz bei der Betriebs- und der Per-
sonenzahl ist durch das Anwachsen der großen Betriebe bedingt,
denen gegenüber die kleinen Betriebe so ziemlich auf ihrem alten
Stand geblieben sind. Die durchschnittliche Betriebsgröße weist also
in den 25 Jahren von 1882 bis 1907 ein erhebliches Wachstum auf.
Hatten 1882 noch im Durchschnitt 3 Personen in einem Betrieb des
Baugewerbes gearbeitet, so wurden 1895 schon 5, 1907 sogar 7 Per-
3onen je Betrieb beschäftigt. Der Zug vom Klein- zum Großbetrieb,
vom Handwerksbetrieb zur Industrieunternehmung hat auch das Bau-
gewerbe ergriffen.
Mit dem Jahre 1907 lassen uns die Vergleichsmöglichkeiten aus
amtlichen Betriebszählungen im Stich. Zwischen jener Zählung und
der Zählung von 1925 liegt ein von schweren Erschütterungen der
Wirtschaft ausgefüllter Zeitraum. Wir können also nicht, wie wir es
zwischen 1882 und 1907 getan haben, in großen Sprüngen über die
Zeit hinwegeilen, sondern müssen in gemächlicherem Tempo die ein-
zelnen Phasen beobachten.
Infolge einer Wirtschaftsdepression sank nach 1907 die Zahl der
im Baugewerbe Beschäftigten und erreichte 1908 einen gewissen Tief.