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Im südwestlichen Schwarzvvald hießen ehemals die Besitzer der Gruben
„Fröner“, die Grubenfelder „Frone“, ein „Fron“ zerfiel in vier ideelle
Teile, „Froneberge“ genannt, der „Froneberg“ zerfiel in 32 und von je
16 Froneteilen mußte einer für den Regalherrn frei gebaut werden 1 .
Der Schladminger Bergbrief vom Jahre 1307 1 2 erwähnt des Fröners. Der
Bezeichnung „Frone“, als der an den Regalherrn zu leistenden Berg
werksabgabe begegnet man noch später, z. B. in der Bergordnung für
die Bergwerke in Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain vom Jahre
15 1 7 3 - In England hießen und heißen die Grubenbaue, die zu Anfang
des Mittelalters bestanden, Königsfelder.
Da der König Baustellen und Weideplätze auf der gemeinen Mark
an weisen und über Wälder und Wasser verfügen durfte, so begreift
sich auch, daß die im Interesse des Königs tätigen Bergbaubetreiber
Baustellen, Weideplätze, Holz- und Wassergerechtigkeit eingeräumt
erhielten.
Im Iglauer Bergrechte bestimmte der König von Böhmen;
„quilibet mons mensuratas XVI areas des jure optinebit“ 4 * .
Ausführlicher ist die Anordnung König Wenzels in seinem Con-
stitutiones Metallicae (über II, cap. III) 6 :
„Sciendum est vero, quemlibet montem in haereditate, in qua
fuerit mensuratus, sine cujuslibet contradicione sedecim areas jure
moncium obtinere et tantum spacy pro pecoribus quantum unus
homo cum arco semel poterit sagittare. Insuper de nemoribus
ac silvis ejusdem haereditatis, in qua mons fuerit mensuratus,
omnia illa ligna gratis montani recipiant, que quanium in argenti
fodinis fuerint oportuna.
Item nec de conflatorys sive gazis (Schmelzhütten) in eadem
haereditate fundatis ad ullum censum ab aliquo compellantur,
nam hoc prerogativa dicitur montanorum.“
Die Bergleute in Böhmen und Mähren hatten hiernach das Recht, auf
jedem gemessenen Berg 16 Baustellen, einen hinreichenden Weideplatz
und das zum Grubenbetriebe erforderliche Holz von den Grundherren
forderen zu dürfen.
1 Trenkle, Geschichte des Bergbaues im südwestlichen Schwarzwald (Zeit
schrift für Bergrecht Bd. 11 S. 211 ff.). Gothein.
2 In Loris’ Sammlung des bairischen Bergrechts S. 6 ff.
3 Art. 25. Wagner, Corpus Juris Metallici S. 37.
4 Graf Sternbergs Urkundenbuch S. 15.
3 Schmidt, Sammlung der österreichischen Berggesetze S. 49.