fullscreen : Berliner Banken

Der  Bankbeamte.

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aber  selbstverständlich,  daß  die  Ehefs  lieber  Leute  in  ihr
Bureau  nahmen  aus  chnen  bekannten  Familien,  und  in
manchen  Bankgeschäften  war  es  sogar  ganz  unmöglich,
ohne  ziemlich  große  Protektion  als  Lehrling  anzukommen.
War  man  aber  einmal  im  Betrieb  drin,  so  war  von
einer  Bevorzugung  der  Protektionskinder  nur  in  den
natürlichen  Grenzen  die  Rede,  die  allen  menschlichen
Handlungen  durch  die  selbstverständlichen  Gefühle  von
Sympathie  und  Antipathie  gezogen  sind.  In  dem  Maße,
wie  die  Scharen  der  zum  ewigen  Dienen  Verdammten
wachsen,  steigt  natürlich  auch  der  Wert  der  Protektion
für  die  Bevorzugten  bzw.  der  Schaden,  den  sie  dem
Zurückgesetzten  verursachen.  Dazu  kommt  aber  noch,
daß  besonders  auf  den  Aktienbanken  die  natürliche
Gunst  der  Protektoren  erheblich  größer  ist  als  im  Privatbetriebe. ­
  Wenn  nur  jeder  Direktor,  jeder  Direkttonsprokurist
  und  vor  allem  jedes  Mitglied  des  Aufsichtsrats
ein  Protektionskind  zeugt,  so  ist  die  Produktton  an
solchen  schon  erheblich  größer  als  zur  Befriedigung  des
Bedarfes  an  leitenden  Männern  notwendig  ist.  Wenn
es  da  einem  aus  der  niedern  Schar  nicht  durch  einen
glücklichen  Zufall  gelingt,  das  Augenmerk  seiner  Vorgesetzten ­
  aus  sich  zu  lenken,  so  wird  er  über  die  Sub-Eernkarriere
  um  so  weniger  hinausgelangen,  als  unter,
und  über  ihm  noch  eine  Schar  junger  Zuristen,
Battonalökonomen  und  Techniker  den  kurulischen  Sesseln
Zustreben.
Die  zunehmende  Eintönigkeit  ihrer  Beschäftigung
Und  die  wachsende  Aussichtslosigkeit  aus  Erringung  einflußreicher ­
  Stellungen  hat  so  etwas  wie  eine  typische
Bankbeamten-Psyche  geschaffen.  Man  kann  diesen  seelischen ­
  Zustand  der  Durchschnittsbankbeamten  als  einen
durch  Extravaganzen  gemilderten  Stumpffinn  bezeichnen.
Stumpfsinn  etwa  in  dem  Sinne  zu  verstehen,  wie  man
            
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