Full text : Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Zweites  Buch.  Die  Gegner.

wrong’s  and  labonr’s  remedy“  betitelten  Werk  1839  vorschlug 1 ),  und
wie  es  Rodbeetüs  später  empfehlen  sollte.  Jedoch  haben  die  „Umlaufbons“ ­
  Peoudhon’s  fast  nichts  mit  den  „Arbeitbons“  gemein,  die
von  diesen  verschiedenen  Schriftstellern  ausgedacht  worden  sind.
Die  „Umlaufbons“  vertreten  (d.  h.  sind  gedeckt  durch)  Kundenwechsel, ­
  die  ihrerseits  auf  Grund  privater  Geschäfte  ausgegeben
waren.  Der  Warenpreis  wird  in  voller  Freiheit  zwischen  dem  Käufer
und  dem  Verkäufer  festgesetzt,  und  durchaus  nicht  in  Arbeitszeit
bewertet,  wie  dies  in  dem  System  der  „Arbeitbons“  geschieht.  Allerdings ­
  läuft  vermutlich  das  schließlich©  Resultat  auf  dasselbe  hinaus:
Peoudhon  hofft,  daß  der  Warenpreis,  der  nicht  länger  durch  den
Zinsfuß  erhöht  wird,  zum  Schluß  auf  den  Arbeitskostenpreis  sinken
wird.  Einesteils  aber  wird  dieses  Resultat  indirekt  und  nicht  sofort
erreicht,  und  andererseits  ist  der  wirtschaftliche  Irrtum,  der  den  besprochenen ­
  Vorschlägen  zugrunde  liegt,  nicht  derselbe  wie  der,  in
dem  Peoudhon  verfallen  ist.  Sein  Fehler  liegt  darin,  daß  er  in  dem
Metallgeld  nur  ein  Umlaufsmittel  sieht  und  vergißt,  daß  es  selbst
eine  Ware  vorstellt.  Der  Irrtum  Owen’s,  Beav’s  und  Rokbeetus’  besteht ­
  darin,  in  dem  Preis  der  Gegenstände  schon  heute  nur  einen
Ausdruck  der  in  ihnen  enthaltenen  Arbeit  zu  sehen;  ein  Gedanke,
der,  wie  wir  wissen,  Peoudhon  fern  liegt.
2.  Man  hat  die  Bank  Peoudhon’s  noch  mit  anderen  .sehr  verschiedenen ­
  Tauschbanken  verwechselt,  deren  Idee  kurz  vor  ihm  aufgekommen ­
  war,  und  die  zu  zahlreichen  praktischen  Verwirklichungen
Anlaß  gaben.  Diese  Banken  beabsichtigten  nicht,  die  Zinsen  abzuschaffen, ­
  sondern  die  Verbraucher  und  Produzenten  einander  näher
zu  bringen,  indem  sie  selbst  einkauften,  alle  ihnen  angeboteneu
Waren  in  gegenseitigem  Übereinkommen  bewerteten  und  mit  Tauschbons ­
  bezahlten.  Die  Käufer  würden  ihrerseits  zu  der  Bank  kommen,
um  die  ihnen  notwendigen  Gegenstände  zu  erwerben,  die  sie  mit
Tauschbons  bezahlen.  Ein  gewisser  Fulceand  Mazel  2 )  hat  einen

*)  Ein  von  Marx  1847  in  seinem  Buche:  Misere  de  laPhilosophie  untersuchtes ­
  und  kritisiertes  System  (Ausg.  Giard  &  Briere,  1886,  S.  92  ff.).  Eine  neuere
und  vollständigere  Darlegung  findet  sich  in  der  Einführung,  die  Prof.  Poxwell
der  englischen  Übersetzung  des  Buches  von  A.  Menger:  Das  Eecht  auf  den
vollen  Arbeitsertrag  (The  right  to  the  whole  produce  of  labour,  London  1899)
vorausschickt  (S.  LXV  ff.).
2 )  Mazel  hat  seine  Gedanken  in  einer  Reihe  von  Broschüren  dargelegt,  die,
in  einem  äußerst  schwülstigen  Stil  geschrieben,  wirklich  nicht  das  geringste  Interesse
für  die  Nationalökonomie  haben.  1838  wurde  in  Marseille  eine  andere  Bank,  die
banque  Bonnard  gegründet,  die  sich  später  in  Paris  etablierte.  Die  Prinzipien,
die  ihr  zugrunde  lagen,  waren  ungefähr  dieselben,  "wenn  auch  praktischer:  sie  besteht
heute  noch.  Proüdhon  spricht  von  ihr  in  der  Capacite  politique  des  classes
ouvriferes;  Courcelle-Seneuil  lobt  sie  außerordentlich  in  seinem  Traite  des
            
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