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Konzentration steht gegen Konzentration, und der
Zusammenprall ist sehr häufig und sehr scharf gewesen.
Die Washingtoner Angaben zeigen, daß in den Jahren
1881 — 1901 die Zahl der Streiks, die Aussperrungen nicht
mitgerechnet, in den Vereinigten Staaten 22 793 betragen
hat, und daß die hierbei in Betracht kommende Zahl der
Fabriken sich auf 117 509 beläuft. Die Arbeiter haben da
bei an Löhnen 258 Millionen Dollars eingebüßt, die be
teiligten Fabriken haben ihren Verlust auf 123 Millionen
Dollars eingeschätzt.
Es ist nur natürlich, daß solche Streiks mit ihren Lasten
den Gedanken auf beiden Seiten haben heranreifen lassen,
die vorhandenen Organisationen zu benutzen, nicht um den
Frieden herzustellen, nachdem ein langer Streik die
schwersten Opfer gefordert hat, sondern um vorher die
Störung des Friedens zu verhindern. Die vor etwa zwei
Jahren aus der „Civic Federation“ in Chicago hervor
gegangene „National Civic Federation“ mit dem Hauptsitz
in New York hat sich dieser Aufgabe gewidmet. Unter dem
Patronat der „National Civic Federation“ beziehungsweise
ihrer „industriellen Abteilung“ — deren Ziel es ist, sich
allmählich zu einem Einigungsamt auszuweiten — kam im
Dezember des vorigen Jahres in New York eine Konferenz
zustande, die beschloß, einen permanenten Ausschuß aus
Vertretern des „Großkapitalismus“, der „Arbeiterorgani
sationen“ und der „weiteren Öffentlichkeit“ einzusetzen.
Dem Ausschuß wurde aufgegeben, eine Art ständigen
Gerichtshofs zu bilden, vor dessen Forum Differenzen
zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf gütlichem
Wege mit der Tendenz ausgeglichen werden sollen, eine
möglichst dauernde Verständigung zwischen Kapital und
Arbeit, zwischen Unternehmern und Angestellten anzubahnen
und aufrechtzuhalten. „Kapital und Arbeit seien Insassen