Montenegro
Paris-Brüsseler Eisenbahn, welche
şich hier verzweigt; (i878) 24,791 Einw.
Banque Nationale Suce., Banque de M.
Ansehnliche Industrie, Woll- und Baum
wollspinnerei, Brauerei, Eisengießerei und
bedeutender Steinkohlenbergbail in mehr
als 150 Gruben nahe der Stadt.
Montenegro, unabhängiges Fürsten
tum auf der Balkanhalbinsel. Durch den
Berliner Frieden erhielt M. von der Tür-
t et 5118 qkm mit ca. 116,000 Einw., so
baß das Fürstentum jetzt ein Areal voit
% qkm (172 QM.) mit 286,000 Be
wohnern hat. Von diesen sind 24—26,000
Katholiken, ebensovielMohammedaner, der
Nest nicht-unierte Griechen. — Der rauhe
und nackte Karstboden ist für Ackerbau
heilig geeignet. Cattaro versorgt M. mit
Korn, Salz, Tuch u. a. uud erhält dafür
bre wenigeil Ausfuhrartikel: Hammel, Zie
hen, Käse, Fisch, Sumach, Wein, Obst li. a.
Wert der Ausfuhr ca. 4 Mill. Mk. —
^er Fürst hat eine Einnahme von 6000
Dukaten, zu denen noch 80,000 Rubel
russischer und 20,000 Fl. österreichischer
Subvention kommen, so daß sich eine Ge
samteinnahme von 370,000 Mk. ergibt.
Die Staatseinnahmen belaufen sich auf
600.000, die Ausgaben auf 260,000 Mk.
Nach dem Berliner Frieden soll M. einen
Teil der türkischen Schuld übernehmen.
Monterey (spr. mont'rM, Hauptstadt des
Meritan. Staats Nuevo Leon, Mittelpiliikt
bes Handels von Nordmexiko mit den Ver
einigten Staaten, wird von dem inter
nationalen Telegraphen berührt; Osso)
37,000 Einw. Deutsches Vicckonsulat.
Montevideo, Hauptstadt und Freihafen
der Republik Uruguay, an der Mündung
des Rio de la Plata und den Eisenbahn
linien M.-Durazno und M.-Pando; Sta
tion der Dampferlinien: Hamburg-Süd-
amerikanische Paketfahrtaktiengesellschaft,
Kosmos, Norddeutscher Lloyd, Allan-Linie
(Bordeaux), Belgian Royal Mail Co.,
Comp. Lavarcllo (Genua), Messageries
maritimes, Pacific Steam Navigation
Co., Royal Mail Steam PacketCo., Rocco
Piaggio (Genua), Société Chargeurs réu
nis (Havre); 0878) 92,260 Einw. Deut
sches Beruf-konsulat uud Vicckonsulat;
London and River Plate Bank, Mercantile
— Montreal. 327
Bank of the River Plate. Fast der gesamte
Handel von Uruguay geht über M. ; 1877
entfielen von 64,7 Mill. Mk. der Gesamt
einfuhr 57,4 Mill., von 68,4 Mill.Mk. der
Gesamtausfuhr 35,3 Mill. Mk. auf At.
Schiffsverkehr 1878: 1100 Schiffe von
806,333 Ton., davon 352 Dampfer von
549,155 T. — Wcchsclkurse notiert man
auf London, Paris, Antwerpen, Genua,
Haneburg, Rio de Janeiro, Buenos Ayres
60 Tage nach Sicht. Vgl. Uruguay.
Montpellier (spr. mongpelljch), Haupt
stadt des fram. Departements Hérault,
7 km vom Mittelländischen Meer, an
den Eisenbahnen Paris-Lyon-Meditcr-
ranee und Chemin du Midi; 087«)
51,838 Einw. Banque de France Succ.,
Société générale. Unter den gewerblichen
Industrien stehen obenan die Fabrik Ville-
dève für Stearinkerzen, Wachskerzen uud
Seife (400 Arbeiter, Jahresumsatz 8 Mill.
Mk.) und die Erzeugung von Wolldecken.
Der Handel vertreibt besonders: Wein und
Branntwein (Trois-six de M.), Getreide,
Vieh, Salz, Öl, Hanf, Seide, Wolle rc.
Montreal (spr. montriahl), Stadt in Ka
nada (Quebec), am Zusammenfluß des
Ontario mit dem St. Lorenzstrom und der
Eisenbahnlinie Quebec-Toronto, Station
der Beaver - (Liverpool) und der Temper-
ley-Linie (London); Os7i) 107,235 Einw.
Deutsches Konsulat; Vereinigte Handels
kammer der Dominion ofCanada, Haupt-
nicderlagcdcrHudsonöbaikompanie; Bank
of At., Bank of British North America,
Merchant Bank of Canada. — Den sehr
guten Hafen (der St. Lorenzstront hat bei
Niedrigwasser eine Tiefe voit 7 in) besuch
ten 1879: 55 l Seeschiffe (6 deutsche) von
472,047 Ton. Von der Einfuhr (1879:
144,33 Mill. Mk.) entfallen auf England
49,3,VereinigteStaateu72,77,Deutschland
nur 1,24 Mill. Mk. Die Ausfuhr (1879 :
105,712,004 mtf.) mr (in MW):
a) aus Kanada:
Produkte des Bergbaus .... 261680
Produkte der Gewässer .... 250832
Produkte der Wälder 2454104
Tiere uud tierische Produkte . . 31396580
Produkte des Ackerbaus .... 30179916
Manufakturwareu rc 2627816
b) aus andern Ländern . . . 38170448